30.07.12

Studie

Verbraucher in Sorge über Dateien in Online-Netzwerken

Mehr als drei Viertel haben Angst um hochgeladene Dateien. Hierbei sind die Deutschen besonders besorgt, Finnen und Schweden weniger stark.

Foto: picture alliance / dpa Themendie/dpa Themendienst
Google+ und Facebook
Nutzer sozialer Netzwerke fürchten häufig um ihre hochgeladenen Dateien - besonders viele sind es in Deutschland

Berlin. Mehr als drei Viertel der Nutzer von Online-Netzwerken sorgen sich um die Sicherheit ihrer hochgeladenen Dateien. Das ergab eine Umfrage in 14 Ländern. Bei einem Durchschnittswert von 76 Prozent gibt es allerdings erhebliche regionale Unterschiede. So zeigten sich in Deutschland 79 Prozent der Nutzer besorgt – in Finnland und Schweden dagegen nur rund jeder zweite (jeweils 49 und 52 Prozent), wie die IT-Sicherheitsfirma F-Secure als Auftraggeber der Studie am Montag mitteilte.

Die Erhebung zeigte auch, dass in Deutschland nur 35 Prozent Inhalte in sozialen Netzwerken teilen – im Schnitt der Befragten war es jeder Zweite. Auch das Speichern in Cloud-Diensten ist vielen nicht geheuer: 70 Prozent der Befragten in Deutschland waren sehr besorgt, dass Dritte auf ihre Inhalte zugreifen könnten. In Schweden und den Niederlanden seien es nur 43 Prozent gewesen, hieß es. Ihrem Internet-Serviceprovider vertrauen die Menschen dabei insgesamt mehr als Online-Unternehmen, die solche Dienste anbieten.

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Für die Studie befragte die Marktforschungsfirma GfK 6400 Breitbandnutzer unter anderem in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Brasilien, Indien und Japan.

Wie man seinen Computer richtig schützt
Im Internet lauern viele Gefahren auf Computernutzer. Viren, Würmer und Trojaner können in den PC einbrechen, Programme zerstören, Daten klauen und damit große Schäden anrichten. Einige Fragen und Antworten:
Wie kann man sich schützen?
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät zu regelmäßigen Updates, Firewalls und Virenprogrammen. Vor allem aber sollten die Internetnutzer gesunden Menschenverstand walten lassen. Anhänge von E-Mails unbekannter Absender sollten nicht geöffnet werden, auch dann, wenn es sich dem Anschein nach um pdf-Dateien handelt. Wer sich auf zwielichtigen Websites herumtreibt oder illegal Software runterlädt, handelt sich dadurch eher Ärger mit omputer-Schädlingen ein als diejenigen, die bloß auf Nachrichtenseiten surfen.
Welche Virenprogramme kann man nehmen?
Die meisten seriösen Hersteller von Anti-Viren-Software bieten kostenlose Versionen ihrer Programme an, die zwar nicht alle Funktionen enthalten, aber für den privaten Nutzer völlig ausreichen. Drei Beispiele stammen von AVG http://free.avg.com/de-de/startseite), Avast (http://www2.avast.de/produkte.html) und Avira (http://www.avira.com/de/for-home). Nutzer wählen einfach die als «free» gekennzeichnete Version.
Auf keinen Fall sollten Computerbesitzer einfach den Begriff Virenscanner googeln und dann irgendein Programm wählen. Denn genau dabei können sie auf Kriminelle reinfallen, die mit sogenannter Scareware Geld verdienen wollen. Das Programm zeigt dann einen angeblichen Virus an und behauptet, der verunsicherte Nutzer brauche ein weiteres - natürlich kostenpflichtiges - Programm, um den Schädling loszuwerden.
Welche Gefahren lassen sich beim Surfen und bei E-Mails umschiffen?
Mit ein paar Grundeinstellungen an Browser und E-Mail-Programm lassen sich die meisten Gefahren vermeiden. Wer E-Mails konsequent nur als Text anzeigen lässt und die HTML-Funktion ausschaltet, sieht zwar keine bunten Nachrichten mehr, vermeidet damit aber auch die meisten Gefahren, die darüber den Rechner erreichen können.
Im Browser sollten Nutzer des World Wide Web die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Seiten nicht allzu viel über sich zu verraten. Cookies enthalten Informationen über das Nutzerverhalten, die auf dem Computer gespeichert werden. Die gängigen Browser ermöglichen es, zum Beispiel die Cookies von Drittanbietern zu verbieten oder das automatische Löschen all dieser Informationen beim Schließen des Programms einzustellen.
Ein weiteres Einfallstor für Schadprogramme sind sogenannte aktive Inhalte - Funktionen wie JavaScript. Experten warnen deshalb davor, sie standardmäßig zu aktivieren. Für den Browser Firefox gibt es zum Beispiel das Zusatzprogramm noscript, über das sich die Skripte flexibel an- und ausschalten lassen.
Was kann ein Nutzer tun, um die Schäden im Falle einer Infizierung gering zu halten?
Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall, dass trotz aller Vorsicht ein Schadprogramm auf den Computer eindringt und ihn unbrauchbar macht, wie die Experten der Computer-Sicherheitsfirma G Data erklären. Durch ein Systemabbild lässt sich außerdem die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Wer das Abbild auf einer externen Festplatte erstellt, kann alle Daten auf einen Schlag wiederherstellen, wenn der Computer nach einer Infizierung neu aufgesetzt werden muss.
(dpa)
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