11.07.12

Songs im Internet

Musik-Streaming aus dem Netz wird Teil des Alltags

Beim Streaming werden Audiodaten aus dem Internet geladen und sofort abgespielt. Der Trend gehe immer mehr weg vom Besitz zur reinen Nutzung.

Foto: picture alliance / dpa Themendie/dpa Themendienst
Musik vom Smartphone zu Hause hören
Musik aus dem Internet übers Smartphone oder den Laptop wird immer beliebter

Berlin. Das Musik-Hören direkt aus dem Internet ist für 4,5 Millionen Menschen in Deutschland zu einer regelmäßigen Gewohnheit geworden. Diese sogenannten Streaming-Angebote werden von ihnen mehrfach in der Woche genutzt, wie der IT-Branchenverband Bitkom am Dienstag in Berlin mitteilte. Beim Streaming werden die Audiodaten aus dem Internet geladen und sofort abgespielt, ohne dass vorgesehen ist, diese Daten wie bei einem Download zu speichern.

"Der Trend geht auch in der Musik immer stärker weg vom Besitz von CDs oder Dateien und hin zur reinen Nutzung", erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Der Verband erwartet eine weiter steigende Nutzung dieser Dienste von Anbietern wie Spotify, Rdio, Napster, Simfy oder Aupeo. Dabei ist meist auch die Möglichkeit vorgesehen, die Lieblingsmusik für Situationen offline bereitzustellen, in denen keine Internetverbindung mögliich ist. Die Bitkom-Daten beruhen auf einer Umfrage des Instituts Goldmedia unter 2000 Internetnutzern in Deutschland im Alter von 15 bis 64 Jahren.

+++Musikstreaming-Dienste erlauben keine parallele Nutzung+++

+++Wie man mit einfachen Mitteln Medienserver realisiert+++

Musik-Streaming: Die Auswahl ist groß
Musik-Streaming – Die Auswahl ist groß: Beim Musik-Streaming werden die digitalen Audiodaten in einem stetigen Fluss online übertragen.
Anders als beim Download von Musikdateien ist keine Speichermöglichkeit vorgesehen.
Dabei unterscheidet man Radio-Streaming vom On-Demand-Streaming, bei dem der Nutzer die gewünschte Musik selbst auswählt.
Hier eine Auswahl bestehender Angebote; die Informationen zum Umfang des Musikangebots beruhen in der Regel auf eigenen Angaben der Anbieter.
Radio-Streaming:
Aupeo: gestartet 2008, Sitz: Berlin. Musikangebot: ca. 1 Million Titel. Auswahl von Stationen für Musikgattungen und Stimmungen, kostenloses Angebot mit Werbung und Abo-Modell.
Last.fm: gestartet 2002, Sitz: London. Musikangebot: ca. 7 Millionen Titel. Spielt nach Angabe von Lieblingsgruppen Musik von ähnlicher Richtung.
Pandora, gestartet 2000, Sitz: Oakland, Kalifornien. Musikangebot; ca. 1 Million Titel. Spielt nach Vorgaben der Nutzer Musik in ähnlicher Richtung, in Deutschland nicht verfügbar.
Turntable.fm: gestartet 2011, Sitz: New York. Musikangebot: ca. 11 Millionen Titel. Soziale Plattform mit virtuellen Räumen, in denen ein DJ die Musik auswählt, in Deutschland nicht verfügbar.
wahwah.fm: gestartet 2011, Sitz: Berlin. Musikangebot: 12 Millionen Songs. Überträgt Songs von anderen registrierten Smartphone-Nutzern in der Umgebung.
On-Demand-Streaming:
Deezer: gestartet 2007, Sitz: Paris. Musikangebot: 13 Millionen Titel.
MOG: gestartet 2005, Sitz: Berkeley, Kalifornien. Musikangebot: 14 Millionen Titel. In Deutschland nicht verfügbar.
Napster: gestartet 1999 als Tauschplattform, seit 2005 als kommerzieller On-Demand-Service, Sitz: Los Angeles. Musikangebot: 15 Millionen Titel.
rara.com: gestartet 2011, Sitz: London. Musikangebot: mehr als 10 Millionen Titel.
Rdio: gestartet 2010, Sitz: San Francisco. Musikangebot: mehr als 12 Millionen Titel.
Simfy: gestartet 2009, Sitz: Köln. Musikangebot: mehr als 16 Millionen Titel.
Spotify: gestartet 2008, Sitz: Stockholm. Musikangebot: über 16 Millionen Titel. (dpa)
(dpa)
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