12.06.12

Apple-Konferenz

Kommt der Fernseher? Diese Gerüchte haben sich bestätigt

Bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz in San Francisco hat sich der Großteil der vorab kursierenden Gerüchte als wahr erwiesen – bis auf eines. Dass es nicht wahr wurde, hat Apples Aktie ins Minus gedrückt.

Foto: AFP
Apple-Manager Phil Schiller stellt das neue MacBook Pro vor
Apple-Manager Phil Schiller stellt das neue MacBook Pro vor

San Francisco. Der Technologieriese Apple baut nicht nur sehr erfolgreiche Computer und Software, sondern hat sich in den vergangenen Jahren auch als Meister im Generieren von Aufregung profiliert. Bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz in San Francisco hat sich der Großteil der vorab kursierenden Gerüchte als wahr erwiesen – bis auf eines. Dass es nicht wahr wurde, hat Apples Aktie ins Minus gedrückt.

Unwahr: Der Fernseher kommt

Es war das heißeste Gerücht im Vorfeld der Entwicklerkonferenz, doch es blieb unbestätigt: Kein Wort verloren die Apple-Manager zum Thema Fernsehen bei der Präsentation neuer Produkte. Dass das Gerücht damit stirbt, ist unwahrscheinlich. Seit Apples mittlerweile verstorbener Chef Steve Jobs einem Biografen einen solchen Fernseher angekündigt hat, hält sich das Gerücht hartnäckig. Dass es noch nicht wahr wurde, hat die Aktie von Apple nach der Präsentation um ein Prozent ins Minus rutschen lassen.

Wahr: Apples hauseigener Kartendienst

Die Standard-Karten-Anwendung im neuen Betriebssystem für iPhones und iPads kommt nicht mehr von Google, sondern von Apple selbst. Das Unternehmen hat mit Zukäufen und Partnerschaften einen eigenen Kartendienst entwickelt, der nun Premiere feiert. Der Dienst bietet fotorealistische 3D-Versionen von einigen Metropolen, Schritt-für-Schritt-Navigation und kann durch die Sprachassistentin Siri gesteuert werden.

Wahr: Hochauflösende Displays für das MacBook

Als teilweise wahr haben sich die Gerüchte herausgestellt, dass die neuen MacBooks mit den hochauflösenden Displays ausgestattet werden, die bereits auf die Smartphones und Tablets von Apple verbaut sind. Eine Version des Apple-Laptops, "die nächste Generation des MacBooks", kommt tatsächlich mit einem sündhaft teuren Bildschirm, der über fünf Millionen Pixel hat.

Wahr: Facebook tief in Betriebssystem integriert

Wie im Vorjahr bereits den Kurznachrichtendienst Twitter wird nun auch das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook tief in die Apple-Software integriert. Sowohl von mobilen Geräten wie auch von den Laptops und PCs können Nutzer nun Inhalte wie Fotos oder Webseiten aus fast jedem Winkel ihres Computers teilen. Bei Twitter hat das gut funktioniert, fast die Hälfte aller Fotos würden über ein iOS-Gerät geteilt, sagte ein Apple-Manager bei der Präsentation der neuen Funktion.

Wahr: "Bitte nicht stören"-Option

Im neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 haben die Nutzer die Möglichkeit, Benachrichtigungen verstummen zu lassen. Der Schieberegler "Bitte nicht stören" lässt das iPhone verstummen. Bei neuen Nachrichten oder Benachrichtigungen von Apps bleibt auch der Bildschirm schwarz. Nutzer können den Dienst anpassen, sodass beispielsweise bevorzugte Nummern Ausnahmen bilden, oder wiederholte Anrufe das iPhone dennoch klingeln lassen.

Wahr: Sprachassistentin Siri neu auch für das iPad

Viele haben es sich gewünscht, noch mehr haben nicht daran geglaubt. Doch die virtuelle Sprachassistentin Siri kann nun auch Befehle auf dem iPad ausführen und nicht nur mehr auf dem iPhone. Diese Neuerung steht nur Nutzern des neuesten iPads zur Verfügung.

Wahr: iCloud-Tabs für Browser Safari

Apples Internetspeicher-Dienst iCloud hat bereits 125 Millionen Nutzer, ließ ein Apple-Manager während der Präsentation wissen. Er kündigte an, dass der Service in den neuen Betriebssystemen für mobile Geräte und Laptops noch tiefer verflochten ist. So werden ausgewählte Dokumente und besuchte Internetseiten aller Apple-Geräte automatisch synchronisiert und sind online in "der Wolke" gespeichert.

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