Gerücht
Facebook bringt ein eigenes Smartphone auf den Markt
Wie die "New York Times" berichtet, arbeitet der US-Riese mit Hochdruck. Facebook will das Gerücht weder bestätigen noch dementieren.
Hamburg/New York. Die Gerüchteküche brodelt: Bringt das soziale Netzwerk Facebook bald ein eigenes Smartphone heraus? Wie die "New York Times" am Montag berichtet, arbeitet der US-Riese mit Hochdruck an einem eigenen Gerät, mit dem Facebook-Boss Mark Zuckerberg den Smartphone-Marktführern Apple und Samsung Konkurrenz machen will.
Laut "New York Times" soll das Facebook-Smartphone bereits im kommenden Jahr auf dem Markt erscheinen. Das Blatt bezieht sich dabei auf Aussagen von Mitarbeitern. Zudem soll Facebook für die Entwicklung des Gerätes ehemalige Apple-Mitarbeiter abgeworben haben. Der Milliardenkonzern will die Gerüchte weder bestätigen noch dementieren.
Zuckerberg dürfte derzeit vor allem mit dem misslungenen Börsengang zu tun haben. Schließlich handelte es sich um einen der schlimmsten Flops seit Jahren bei Aktienemissionen. Auch zum Schluss der Handelswoche in Europa lag das Papier mit rund 31,90 Dollar noch immer weit unter dem Ausgabepreis von 38 Dollar. In den Minuten nach der Erstnotiz war der Kurs des weltgrößten sozialen Netzwerks zwar bis auf 43 Dollar hochgeschnellt, schon am Montag aber steil abgestürzt.
Geschädigte Anleger sehen als Ursache des Debakels handwerkliche Fehler bei den am Börsengang beteiligten Banken, allen voran Morgan Stanley, aber auch beim Facebook-Management selbst. Man habe einen zu hohen Anteil kurzfristig interessierter Investoren wie etwa Hedgefonds bedient, außerdem seien zu viele Aktien zu einem höchst ambitionierten Preis ausgegeben worden.
Inzwischen hat sich sogar der Bankenausschuss des US-Senats eingeschaltet und eine Prüfung angekündigt. Angesichts der immensen Einbußen von Anlegern - der Börsenwert schrumpfte gegenüber dem Niveau zum Ausgabepreis um 17 Milliarden Dollar - reichten mehrere Anwaltskanzleien Schadenersatzklagen ein. Berichten zufolge soll Morgan Stanley zu Entschädigungen bereit sein.
Mit Material von dpa













