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Multimedia

Schadsoftware

IT-Experte: Vorsicht vor öffentlichen Netzen

Nutzer von Smartphones und Laptops freuen sich über freie WLAN-Netze. Doch Hacker können darüber problemlos auf die Geräte zugreifen.

WLAN-Nutzer sollten mit frei zugänglichen Netzen vorsichtig sein. Hacker können darüber leicht auf fremde Geräte zugreifen
Foto: picture-alliance / Sven Simon/picture-alliance

Hamburg. Ist der Laptop- oder Smartphone-Nutzer unterwegs, greift er gerne auf freie WLAN-Verbindungen zurück - schließlich ist das Internet hier kostenlos und schnell. IT-Experte Hannes Federrath warnt Nutzer von Smartphones und Notebooks vor Gefahren öffentlich zugänglicher Netze. „Gerade bei Netzen, die für jeden frei verfügbar sind, besteht das Problem, dass Hacker ohne großen Aufwand auf fremde Geräte zugreifen können“, sagte Federrath der Nachrichtenagentur dapd. „Es ist so, dass das Gerät in einem solchen frei zugänglichen Bereich einem Hacker, der sich ebenfalls in dem Netz befindet, praktisch offen steht“, sagte der Wissenschaftler von der Universität Hamburg.

So seien Angriffszenarien denkbar, in denen Hacker in einem Café oder am Flughafen sitzen und darauf warten, dass andere Teilnehmer ihr Notebook aufklappen, um sich dann in die Computer zu hacken. „Solche Angriffe sind heute richtig gehend wahrscheinlich geworden“, sagte der Wissenschaftler.

Um sich dagegen zu schützen, riet Federrath, nicht jede Software zu installieren, die einem angeboten wird. Darüber hinaus sollte das System regelmäßig aktualisiert werden.

Etwas weniger riskant sei die Kommunikation über das Mobilfunknetz, mit dessen Hilfe sowohl telefoniert als auch das Internet genutzt werden kann. „Hier haben wir die glückliche Situation, dass es zwar Angriffe gibt, die aber doch sehr aufwendig sind“, sagte Federrath. Der normale Bürger sei davon kaum betroffen.

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Angriffe seien seit Jahren insbesondere auf das sogenannte GSM-Netz bekannt. Das UMTS-Netz gelte momentan dagegen als sicher. Bei sensibler Kommunikation müsse daher gelten: „Verzicht auf GSM und nur noch Nutzung des UMTS-Netzes“, sagte der IT-Experte.

Doch nicht nur die Netze seien beim mobilen Internet problematisch. Auch die Geräte selbst bilden laut Federrath eine Schwachstelle. Indem die Technik immer universeller eingesetzt werden könne, werde sie natürlich auch anfälliger für Schadsoftware, sagte Federrath.

„Smartphones und ähnliche Geräte sind heute vollwertige Computer. Damit bestehen alle Probleme, die wir von PC’s hinsichtlich der Schadsoftware kennen, auch bei der mobilen Technik“, sagte Federrath.

(dapd)

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