28.09.11

Smartphones

Let's talk iPhone - Apple stellt Generation 5 vor

In der kommenden Woche will das Unternehmen sein lang erwartetes iPhone 5 präsentieren. Es soll unter anderem mit einem größeren Display aufwarten.

Foto: REUTERS
Am Dienstag will Apple die neue Generation seines Erfolgsmodells iPhone vorstellen
Apple soll in der kommenden Woche sein neues iPhone 5 vorstellen

San Francisco. Apple wird aller Voraussicht nach in der kommenden Woche seine mit Spannung erwartete neueste Version des iPhone vorstellen. Das Unternehmen lud am Dienstag Journalisten zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Let's talk iPhone" ein, die kommenden Dienstag in der Zentrale des Konzerns in Cupertino stattfinden soll. Die Einladung nannte zwar keine weiteren Details, aber Branchenexperten waren überzeugt, dass es sich dabei nur um die Vorstellung des iPhone der fünften Generation handeln kann - obwohl Apple zur Vorstellung wichtiger Produktneuheiten gewöhnlich größere Veranstaltungsorte in San Francisco auswählt.

Analysten gehen davon aus, dass das neue iPhone einen größeren Bildschirm als seine Vorgänger haben wird und zudem besser mit Internet-basierten Computerdiensten zusammenarbeitet. Das neue iPhone wäre das erste wichtige Produkt, das nach dem Rücktritt des Konzerngründers Steve Jobs vom Chefposten im vergangenen Monat vorgestellt wird. Ob Jobs an der Veranstaltung teilnimmt oder sie seinem Nachfolger Tim Cook überlässt, war jedoch unklar. Apple stellte das iPhone 4 im Juni 2010 der Öffentlichkeit vor. Der überwältigende Erfolg des iPhone hat Apple zum größten Smartphone-Hersteller der Welt gemacht - allein im vergangenen Vierteljahr verkaufte der Konzern mehr als 20 Millionen Geräte.

Das Leben des Steve Jobs
1955: Steven "Steve" Paul Jobs kommt am 24. Februar in San Francisco zur Welt. Seine Eltern, der Syrer Abdulfattah Jandal und die Amerikanerin Joanne Schieblei, geben ihn zur Adoption frei. Jobs wächst bei Paul und Clara Jobs im kalifornischen Mountain View auf.
1967: Als 12-Jähriger jobbt er in den Ferien bei der Technologiefirma Hewlett-Packard (HP).
1972: Jobs beginnt am Reed-College in Oregon ein Studium, bricht es aber nach einem Semester ab. Er lebt als Hippie, experimentiert mit psychedelischen Drogen und wird Vegetarier.
1974: Bei Atari Inc. entwickelt Jobs Videospiele.
1976: Mit seinem Freund Steve Wozniak und dem nach kurzer Zeit aussteigenden Seniorpartner Ronald Wayne gründet Jobs Apple. Den ersten Prototyp des "Apple I" bauen sie in der Garage von Jobs Eltern - ein einfacher Computer aus einer Platine und einem Gehäuse, den sie mehr als 200 Mal über eine Computerkette verkaufen.
1977: Mit dem "Apple II", dem ersten Rechner mit farbiger Grafik, schafft Apple den Durchbruch.
1979: Jobs besucht das Forschungszentrum Palo Alto Research Center (PARC) des Kopiererherstellers Xerox. Dessen Computerspezialisten haben eine grafische Benutzeroberfläche entwickelt. Jobs, tief beeindruckt, erkennt die Möglichkeiten dieser Technologie, lizenziert sie und wirbt die Experten ab.
1980: Apple geht an die Börse. Jobs Anteil wird auf 165 Millionen Dollar taxiert. Forbes führt ihn als bis dahin Jüngsten in seiner Liste der Reichsten.
1983: Jobs überredet Pepsis Marketingchef, John Sculley, bei Apple mitzuarbeiten. Er wird Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.
1985: John Sculley drängt Jobs in einem internen Machtkampf aus dem Unternehmen. Mit anderen Apple-Abtrünnigen gründet Jobs das Unternehmen NeXT Computer.
1986: Vom Filmproduzenten George Lucas kauft Jobs für 10 Millionen Dollar das auf Animationsfilme spezialisierte Studio The Graphics Group. Die späteren Pixar Animation Studios leitet er als CEO.
1995: Konkurrent Microsoft erzielt mit dem Start von Windows 95 viel Aufmerksamkeit. Allein im ersten Jahr geht die Software weltweit 40 Millionen mal über den Ladentisch. Apples Marktanteil sinkt innerhalb eines Jahres auf 5,4 Prozent.
1996: Apple kauft NeXT für 400 Millionen Dollar. Jobs kommt in beratender Funktion zurück zum Apple-Konzern, der am Rand des finanziellen Abgrunds steht.
1997: Apple schreibt einen Rekordverlust von rund einer Milliarde Dollar. Jobs wird Interimschef. Microsoft investiert 150 Millionen Dollar in Apple, mit dem Geld baut Jobs den Konzern um.
1998: Im Weihnachtsquartal überrascht Jobs mit dem ersten Unternehmensgewinn seit September 1996.
2000: Jobs wird dauerhaft Apple-Konzernchef, für ein Jahresgehalt von einem Dollar. Allerdings erhält er darüber hinaus einen Jet ("Gulfstream V") und Optionen für 10 Millionen Aktien.
2004: Jobs gibt bekannt, dass er wegen eines Krebs-Tumor an der Bauchspeicheldrüse operiert werden musste.
2008: Bei einer Präsentation neuer Produkte tritt der Apple-Chef deutlich abgemagert auf. Erneut wird über seine Gesundheit diskutiert.
2009: Jobs kündigt im Januar an, sich krankheitsbedingt für 6 Monate aus dem Tagesgeschäft bei Apple zurückzuziehen. Später wird bestätigt, dass Jobs eine neue Leber erhalten hat. Nach der Transplantation nimmt Jobs seine Arbeit wieder auf.
2011: Jobs teilt seinen Mitarbeitern mit, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nimmt. Er bleibe aber Konzernchef und sei weiterhin an strategischen Entscheidungen beteiligt. Am 24. August erklärt er seinen Rücktritt als CEO und die Übernahme des Vorsitzes im Verwaltungsrat.
5. Oktober 2011: Steve Jobs stirbt nach langer Krankheit.
(rtr)
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