Chrome 4.1: Neue Version beachtet Privatsphäre
Google-Browser erhält besseren Datenschutz
Mängel bei Datenschutz und Privatsphäre schreckten viele Nutzer ab, den Google-Browser auszuprobieren. Mit Version 4.1 will der Konzern massiv auf Transparenz und Sicherheit setzen.
Schneller als die Konkurrenz war Chrome schon immer. Mit der neuen Version 4.1 will Google das Vertrauen der Nutzer erlangen.
Foto: DPA
Hamburg. Googles neue Version des Chrome-Browsers steht kurz vor der Veröffentlichung. Erste Informationen zeigen, dass auf viele Funktionen, die die Computer BILD in der Vergangegenheit datenschutzrechlich als bedenklich eingestuft haben, entfernt worden sind. Mit Version 4.1 plant Google nicht, weitere Geschwindigkeitsrekorde zu brechen, sondern das Vertrauen der Nutzer zu erlangen. Die Entwickler verzichten hierzu auf das Versenden einiger Informationen, die von Datenschützern als problematisch eingestuft wurden. So entfernt Google von sofort an die eindeutige Identifikationsnummer (ID), mit der bislang jede Chrome-Installation versehen wurde. Der Konzern probiert mit Version 4.1 eine Alternative ohne Nummer aus, um nötige Statusmeldungen der Nutzer zu erhalten - auch wenn Googles Produkt-Manager Brian Rakowski betont, dass diese ID nie mit persönlichen Informationen der Anwender verknüpfbar war.
Zusätzlich schränkt Google eine Programm-Bibliothek in ihrer Funktion ein, die normalerweise Nutzungsdaten aus Chrome versendet. Die sei laut Google nur für solche Versionen des Browsers nötig, die von Geschäftspartnern angeboten oder auf Komplettsystemen vorinstalliert wurden. Bislang übertrug jedoch jede Chrome-Installation die Daten - ab 4.1 kommt der Browser ohne diese Funktion aus, sofern Sie ihn nicht von einer speziellen Partner-Webseite herunterladen. Um diese Änderungen bei der Privatsphäre den Nutzern näherzubringen, veröffentlicht Google parallel zur neuen Chrome-Version eine Vielzahl von Beschreibungen und Videos auf der offiziellen Webseite.
Google Chrome: Diese Add-ons lohnen sich!
Google hat vor, Ihnen zusätzliche Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Sie die Sicherheit Ihres Browsers erhöhen. So besitzt Chrome 4.1 in den Optionen eine neue Registerkarte namens "Content": Hier legen Sie fest, welche Webseiten Cookies auf Ihrem PC anlegen dürfen, welche Skripte der Browser blockiert und was mit Pop-up-Fenstern geschieht. Laut Rakowski ist Chrome damit der erste Browser, der diese Funktionen ohne zusätzlich zu installierende Erweiterungen direkt nach der Installation bereitstellt. Nutzer haben zusätzlich die Möglichkeit, ausländische Internetseiten dank "Google Translate" mit einem Klick in die gewünschte Sprache zu übersetzen - ähnlich wie sonst über die Google Toolbar im Mozilla Firefox.
Google plant, Version 4.1 von Chrome etwa zwei Wochen lang als öffentliche Beta zum Download anzubieten. Verläuft die Testphase wie geplant, will der Konzern im Anschluss die finale Version veröffentlichen.
Download: Gratis-Programm Google Chrome (Version 4.0) herunterladen




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