Schlag gegen die Internetkriminalität
Großrazzia in USA und Ägypten gegen „Phishing"-Betrüger
Erfolg im Kampf gegen Kriminalität im Internet in den USA und Ägypten: Dutzende Verdächtige wurden festgenommen.
Was auf den ersten Blick nach wirren Zahlenwerken aussieht, ist für kriminelle Computerprofis schnell als der Datenaustausch in einem schlecht gesicherten privaten W-Lan Netzwerk zu erkennen.
Foto: dpa
Los Angeles. Ermittler in den USA und Ägypten haben in einer länderübergreifenden Razzia einen Ring von mutmaßlichen Internet-Betrügern gesprengt, die sich mittels gefälschter Nutzer-Identitäten Zugang zu Bankkonten verschafft haben sollen. Die US-Bundespolizei FBI nahm nach eigenen Angaben 33 Verdächtige fest, in Ägypten wurden zeitgleich 47 Menschen festgenommen. Das FBI bezeichnete die zweijährigen Ermittlungen als bislang größten Einsatz gegen Internet-Kriminalität in der Geschichte der USA.
Den Angaben zufolge erschlichen sich Computer-Hacker in Ägypten durch so genannte „Phishing“-Methoden persönliche Zugangsdaten für die Bankkonten von tausenden US-Computer-Nutzern. Mithilfe von Komplizen in den USA veranlassten sie betrügerische Überweisungen auf die eigenen Konten. Den Verdächtigen werden insgesamt 51 Vorwürfe zur Last gelegt.
Der Vizedirektor des federführenden FBI-Büros in Los Angeles, Keith Bolcar, sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung, wie sich Identitätsdiebstahl inzwischen verbreitet“. Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass sich Computer-Kriminelle international zusammenschlössen und ihre Talente bündelten, um „mit großer Gier“ Betrug an Nutzern zu begehen.
Als „Phishing“ bezeichnen Experten das Erschleichen vertraulicher Zugangsdaten von Internet-Nutzern. Dabei werden Nutzer etwa mit betrügerischen E-Mails zur Preisgabe geheimer Daten gebracht. Eine weitere „Phishing“-Methode seien so genannte „Trojaner“, die nach dem Herunterladen auf den Rechner sensible Daten wie Passwörter protokollieren können.
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