26.02.13

Homeoffice

Yahoo-Chefin Mayer zwingt alle Mitarbeiter ins Büro

Kampf gegen das Homeoffice: Yahoo-Chefin Marissa Mayer möchte ihre Kollegen in der Zentrale haben; die besten Ideen hätte man schließlich in der Cafeteria. Doch nicht allen Mitarbeitern gefällt das.

Foto: REUTERS

Marissa Mayer muss Yahoo schnellsten wieder auf Vordermann bringen
Marissa Mayer muss Yahoo schnellsten wieder auf Vordermann bringen

Für viele Yahoo-Mitarbeiter wird der Weg zur Arbeit bald deutlich länger: Firmenchefin Marissa Mayer schränkt bei ihrem Notumbau des Internet-Urgesteins die weit verbreitete Arbeit von Zuhause ein.

Es sei absolut notwendig, "wir alle in unseren Büros anwesend sind", hieß es in einer Mitteilung an die etwa 11.500 Beschäftigten. "Einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwachsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria", begründete die Chefetage die neue Richtlinie, die ab Juni dieses Jahres in Kraft treten soll.

"Geschwindigkeit und Qualität leiden oftmals, wenn wir von Zuhause aus arbeiten. Wir müssen ein Yahoo sein, und das fängt damit an, dass wir physisch zusammen sind."

Mayer hat bereits erste Erfolge bei Yahoo

Die ehemalige Google-Spitzenmanagerin Mayer steht seit Juli vergangenen Jahres an der Spitze von Yahoo. Sie versucht, das ins Stocken geratene Geschäft des Internetriesen wieder anzukurbeln und konnte dabei jüngst erste Erfolge vermelden. Yahoo steht im harten Wettbewerb mit Google und Facebook um Werbeanzeigen.

Eine ihrer ersten Amtshandlungen zur Motivation der Mitarbeiter war, das Essen in der Kantine kostenlos anzubieten. Die Abschaffung der Heimarbeit und der zuletzt angeschlagene Ton sei jedoch so manchem Yahoo-Beschäftigten sauer aufgestoßen, schrieb das gut verdrahtete US-Blog "All Things D".

Ein betroffener Mitarbeiter ereiferte sich, dass zuvor getroffene Absprachen nun nicht mehr gelten würden. "Das ist ungeheuerlich und tödlich für die Moral."

dpa/pos
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