Leben in Hamburg
Eine Internetseite für Ihre wichtigsten Lebensereignisse
Leben in Hamburg

Berufsunfähigkeit

Foto: Hendrik Jonas

Eine der wichtigsten Vorsorge-Versicherungen ist die gegen Berufsunfähigkeit. Fachleute erklären, auf welche Details man im Kleingedruckten achten muss.

Die Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, egal ob Handwerker oder Büroarbeiter. Krankheiten der Nerven und der Psyche sind die Hauptgründe – in 29 Prozent der Fälle. Es folgen mit fast 23 Prozent die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats. Weitere Ursachen sind die "sonstigen Erkrankungen" (16 %), Krebs (15 %), Unfälle (10 %) Herz-Kreislauf-Erkrankungen (8%). Das geht aus einer Untersuchung des Analysehauses Morgen & Morgen hervor.

Sind Arbeitnehmer irgendwie dagegen abgesichert? Das verneint Sandra Klug vom Fachbereich Versicherungen in der Verbraucherzentrale Hamburg. "Leider gibt es keine staatliche Absicherung", sagt sie. "Alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, erhalten nur eine recht geringe Erwerbsunfähigkeitsrente, die zur Absicherung nicht ausreicht."

Also heißt es, privat vorsorgen. "Je früher, desto besser", sagt Jan Martin Weßels, Hamburger Rechtsanwalt, der Versicherungsnehmer gegen Berufsunfähigkeitsversicherungen vertritt. Wer schon in seinen 20er-Jahren eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit abschließt, zahlt geringere Beiträge und hat eine größere Chance, überhaupt eine Versicherung abzuschließen, da er zu diesem Zeitpunkt meist keine oder wenige Vorerkrankungen hat.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.