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Todesfall

Foto: Hendrik Jonas

Die Trauer ist groß, und nichts liegt ferner, als sich jetzt mit Formalitäten zu beschäftigen. Doch was müssen Hinterbliebene erledigen, wenn ein geliebter Mensch stirbt?

Was muss ich als erstes tun?

Ereignet sich ein Sterbefall zu Hause, sollte man "zeitnah" versuchen, den Arzt zu erreichen. So formuliert es Rolf Matthießen, Vorsitzender des Bestatterverbandes in Hamburg. "Nachts ist es mitunter schwierig, jemanden zu erreichen. Ist dies tatsächlich nicht möglich, sollte man es gleich morgens versuchen, wenn die Praxis wieder geöffnet ist." Grundsätzlich sei es zu empfehlen, den Hausarzt zu konsultieren, da dieser den Verstorbenen im Idealfall zu Lebzeiten betreut hat und gegebenenfalls auch das Krankheitsbild kennt und somit die Todesursache einschätzen kann. Dieser stellt auch die ärztliche Sterbefallbescheinigung aus (Totenschein). Darin finden sich Informationen wie Ort und Zeitpunkt des Todes, Art des Todes, Angaben über durchgeführte Reanimationsvorhaben, Angaben über übertragbare Krankheiten etc.

"Der Arzt hat die Todesbescheinigung, nachdem er den Innenteil verschlossen hat, unverzüglich demjenigen auszuhändigen, der nach dem Personenstandsgesetz zur Anzeige des Todes verpflichtet ist. Dieser hat sie dem Standesbeamten einzureichen, der die Eintragung in das Sterbebuch auf der Todesbescheinigung vermerkt und diese der zuständigen Behörde für Zwecke des Gesundheitswesens übersendet." So regelt es §3 des "Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen" (www.landesrecht-hamburg.de). Das Bestattungsrecht ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Gemäß Hamburger Bestattungsgesetz (§6) gilt auch, dass die verstorbene Person innerhalb von 36 Stunden überführt werden muss.

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