Leben in Hamburg
Eine Internetseite für Ihre wichtigsten Lebensereignisse
Leben in Hamburg

Führerschein

Foto: Hendrik Jonas

Mit der Fahrerlaubnis beginnt für viele Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt. Doch der Weg zur großen Freiheit sollte gut geplant werden. Denn wer taktisch vorgeht und Preise vergleicht, kann eine Menge Zeit und Geld sparen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Laut einer Studie des ADAC kostet das Erlangen des Führerscheins in Hamburg durchschnittlich 1660 Euro. Dabei schwanken die Preise für die einzelnen Fahrschulleistungen allerdings erheblich. Eine normale Fahrstunde kostet zwischen 23 und 38 Euro, die Grundgebühr inklusive Theoriestunden liegt im günstigsten Fall bei 60, im teuersten Fall bei 190 Euro. Ein Preisvergleich lohnt sich also in jedem Fall. "Fahrschulen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Preise sichtbar in den Räumlichkeiten auszuhängen", erklärt Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrschullehrerverbandes Hamburg e.V.. Dabei sollten die Preistabellen leicht verständlich und transparent sein.

Der ADAC hat außerdem Richtwerte erarbeitet, die der Fahrschüler bei der Wahl der Fahrschule im Auge behalten sollte. "Die Grundgebühr sollte nicht mehr als das 10-fache einer Normalfahrstunde kosten, eine Sonderfahrt nicht mehr als das 1,5-fache einer Normalfahrstunde", so Christian Hieff vom ADAC Hamburg. "Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten zusammen nicht mehr als das 5-fache einer Fahrstunde betragen und der Teilgrundbetrag, sofern eine Fahrschule diesen nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt, sollte nicht mehr als das 5-fache einer Fahrstunde kosten."

Wer Fahrschulpreise bequem von Zuhause aus vergleichen möchte, kann dies auch im Internet tun, z.B. unter www.fahrschulvergleich.de/hamburg.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Nach der Anmeldung in der Fahrschule erhält der Fahrschüler einen Führerscheinantrag, der beim zuständigen Landesbetriebsamt für Verkehr (LBV) eingereicht werden muss (Standorte und Öffnungszeiten unter 040/428 58 oder www.hamburg.de/lbv). Dem Antrag müssen aktuelle Bescheinigungen über einen Sehtest (Augenarzt/Optiker) und einen erfolgreich absolvierten Erste-Hilfe-Kurs "Sofortmaßnahmen am Unfallort" (z.B. bei den Johannitern, www.johanniter.de/erstehilfekurse) beiliegen. Außerdem wird ein biometrisches Passfoto benötigt.

Da die theoretische Prüfung erst dann absolviert werden kann, wenn die Unterlagen vom LBV an den TÜV weitergeleitet wurden und die Bearbeitung häufig mehrere Wochen in Anspruch nimmt, sollte der Antrag möglichst frühzeitig eingereicht werden.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.