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Unfall

Foto: Hendrik Jonas

Jeder ist froh, wenn es ihn nicht trifft. Trotzdem – auch die vorsichtigsten Autofahrer können in einen Unfall verwickelt werden. Pro Jahr werden rund 66.000 Verkehrsunfälle von der Polizei erfasst (Stand 2012). Aber was muss man dann tun? Gerade in derartigen Schocksituationen ist es wichtig, dass einer den Überblick behält.

Was muss ich tun, wenn es gekracht hat?

Es gab einen Unfall, der Schreck ist groß. Was als erstes zu tun ist, weiß Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa e.V..

Die Experten-Checkliste:

1. Absichern!

Sofort anhalten und die Warnblinkanlage einschalten. Anschließend die Warnweste anlegen und das Warndreieck aufstellen (Abstand: 50 bis 150 Schrittlängen). Eigene Sicherheit beachten! Sind Unfallzeugen in der Nähe, diese bitten zu warten.

2. Leisten Sie Erste Hilfe!

Viele Menschen scheuen sich zu helfen, aus Angst etwas falsch zu machen. Dabei ist Nichtstun der größte Fehler. Reden Sie mit den Verletzten und leiten Sie erste Hilfsmaßnahmen ein. Rufen Sie den Rettungsdienst oder die Polizei (Tel. 112).

3. Verhalten gegenüber der Polizei

Bei Zweifel über den Unfallhergang sollten Sie der Polizei gegenüber nur Angaben zur Person und Fahrzeug machen. Nur bei eindeutigem Verschulden sollten Sie auch ein polizeiliches Verwarnungsgeld akzeptieren.

4. Beweissicherung

Achten Sie auf die Beweissicherung! Auch die Adressen möglicher Zeugen können von Bedeutung sein. Fotografieren Sie die Unfallstelle und den Schaden. Dabei ist es gut, wenn Sie Punkte wie Lichtmasten fotografieren, die sich später vermessen lassen. Dabei immer auf die eigene Sicherheit achten.

5. Nur Bagatellschäden?

Bei Bagatellschäden sollten Sie die Unfallstelle bald räumen.

6. Unfallbericht

Wenn möglich, sollten Sie mit den Unfallbeteiligten einen Unfallbericht (Formular) ausfüllen. Es empfiehlt sich, diesen stets ausgedruckt im Handschuhfach zu verwahren. Notieren Sie die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge sowie Namen und Anschriften der Unfallgegner. Im Idealfall sogar die Versicherungsnummern. Sie sollten Angaben zu Unfall, Fahrzeug und Person machen, jedoch kein Schuldanerkenntnis abgeben.

7. Versicherung

Innerhalb einer Woche müssen Sie Ihre Versicherung schriftlich informieren, auch wenn Sie nicht an dem Unfall schuld sind. Sollte es bei dem Unfall sogar zu einem Todesfall gekommen sein, müssen Sie innerhalb von 48 Stunden die Versicherung kontaktieren. Die Versicherung des Unfallgegners sollten Sie ebenfalls schnell informieren. Vielleicht erhalten Sie bei klarer Schuldfrage schon jetzt eine Abschlagszahlung, um die Reparatur Ihres Autos oder einen Neukauf zu finanzieren.

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