02.08.12

Modegetränk Bubble Tea

Verbraucherministerium möchte Warnhinweis für Bubble Tea

Bundesinstitut für Risikobewertung kommt zum Ergebnis, dass Verschluckungsgefahr bei Kindern besteht. Ilse Aigner will jetzt reagieren.

Foto: dapd/DAPD
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) macht sich für Warnhinweise auf den Bubble-Tea-Bechern stark
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) macht sich für Warnhinweise auf den Bubble-Tea-Bechern stark

Berlin. Das Bundesverbraucherministerium befürwortet Warnhinweise am Modegetränk Bubble Tea. Denn die süßen Kügelchen im Tee können in die Atemwege von Kleinkindern (bis vier Jahre) gelangen. Das hat eine Prüfung des Bundesinstituts für Risikobewertung ergeben, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Verbände und die Lebensmittelüberwachung sollen die Verkäufer von Bubble Tea jetzt auffordern, auf diese Gefahr hinzuweisen – mit möglichst einheitlichen Warnhinweisen.

Ein Ministeriumssprecher erklärte, das Bundesinstitut komme zu dem Ergebnis, "dass beim Verkauf von Bubble Tea Hinweise zur Verschluckungsgefahr bei Kindern erforderlich seien". Ähnlich sieht das auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte. Die Kügelchen hätten eine kaugummiartige Konsistenz und ließen sich nicht zerbeißen, sagte Präsident Wolfram Hartmann. "Kleinkinder, die sie über den dicken Strohhalm aufsaugen, können sich daher leicht daran 'verschlucken'." Über die Bronchien in die Lunge gelangt, könnten die Kügelchen eine Lungenentzündung auslösen.

+++ Dickmacher aus Fernost +++

Ausdrücklich wies das Ministerium aber darauf hin, dass bislang keine von Bubble Tea verursachten Komplikationen gemeldet worden seien – weder in Deutschland noch aus dem Ausland. Eltern sollten aber bei Kindern bis vier Jahren die gleichen Vorsichtsmaßnahmen beachten, die auch für den Verzehr von Erdnüssen oder Gummibärchen gelten. "Wegen der Gefahr des Verschluckens beziehungsweise des Einatmens sollten Eltern von Kleinkindern hier besonders aufmerksam sein", erklärte das Ministerium.

Die Grünen im Bundestag warfen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) vor, auch beim Bubble Tea werde sie erst wieder auf Druck der Opposition aktiv. Fraktionsvize Bärbel Höhn sagte, die angekündigten Warnhinweise seien das eine. Ihre Partei fordere aber auch leicht zugängliche Informationen über den Kalorien- und Nährstoffgehalt. "Manche Bubble Teas enthalten doppelt so viel Zucker wie Cola", sagte Höhn und verlangte: "Die Verbraucher müssen erkennen können, um was für eine Kalorienbombe es sich bei dem Getränk handelt."

Nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft GfK wurde allein von Januar bis April dieses Jahres mit Bubble Tea ein Umsatz von 4,4 Millionen Euro erzielt. Ursprünglich stammt das Getränk aus Taiwan. Inzwischen saugen auch in Deutschland vor allem Teenager gerne die schwarzen oder bunten Perlen zusammen mit einem Mixgetränk durch einen extradicken Strohhalm. Laut Stiftung Warentest ist Bubble Tea kein natürliches Teegetränk, sondern "ein künstlicher Softdrink mit synthetischen Farbstoffen und Aromen".

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Der Musiker Lotto King Karl eröffnet am Freitag die Open Air Saison im Hamburger Stadtpark
17.05.13Konzert
Der "König von Barmbek" eröffnet die Stadtpark-Saison

Lotto King Karl und die Barmbek Dream Boys gaben vor 4000 Fans das erste Konzert der diesjährigen Startpark-Saison. Das Abendblatt begleitete die Band auch hinter der Bühne vor ihrem Auftritt. mehr...

Street Mag Show
16.05.13Feiertage
Pfingsten in Hamburg 2013: Veranstaltungen & Tipps

Grand-Prix-Party, Dschungel-Nacht und Konzerte - Hamburg hat an Pfingsten viele Veranstaltungen zu bieten. Wir haben einige Tipps zusammengestellt. mehr...


Sängerin Mary Roos (Archivbild)
17.05.13Gruenspan
Mary Roos - ein Auftritt wie ein Befreiungsschlag

Die Sängerin, die als Schlagerstar bekannt wurde, präsentierte im Gruenspan in Hamburg ihr neues Album mit Jazz- und Soul-Stücken. Die 64-Jährige begeisterte ihr Publikum. mehr...


So soll der Neubau der Heinemann-Unternehmenszentrale aussehen
17.05.13Architekturwettbewerb
Bauprojekt in der Hafencity: gmp gewinnt Wettbewerb

gmp hat den Archtitekturwettbewerb zum Neubau für die Erweiterung der Heinemann-Unternehmenszentrale gewonnen. Baustart für das 8000 Quadratmeter große Haus wird voraussichtlich im Herbst sein. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Berlin
So wenige Drogentote wie seit 25 Jahren nicht mehr

In Deutschland gibt es immer weniger Drogentote. Laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, sind die Zahlen auf…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Entwürfe für neue Süderelbebrücke bei Moorburg

Eimsbüttel

Haltestelle Osterstraße ist jetzt barrierefrei

Hamburg

Tierkinder-Inventur bei Hagenbeck

Neu im Kino

Die Filmstarts am 16. Mai

tb_meravis.gif
Meravis

Neuer Raum für Hamburgmehr

Highlights