Gesundheit
Hilfe bei chronischer Blasenentzündung
Dauerhafte Antibiotika-Therapie kann helfen, wenn das Leiden immer wieder auftritt. Jedoch schädigen Antibiotika nützliche Darmbakterien.
Treten Blasenentzündungen trotz Behandlung immer wieder auf, kann eine dauerhafte Antibiotika-Therapie helfen, das lästige Leiden in den Griff zu bekommen. Antibiotika schädigen aber auch nützliche Darmbakterien und greifen somit das Immunsystem an. Darüber hinaus besteht die Gefahr, resistente Keime zu fördern. Das sind Keime, die durch Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen sind. Eine Alternative stellen pflanzliche Medikamente wie Senföle aus Kapuzinerkressekraut und Meerrettichwurzel dar. Wie eine Studie belegt, senken sie nachweislich die Rückfallquote bei Blasenentzündungen. Die pflanzlichen Mittel wirken ebenfalls antibiotisch, können aber lange Zeit und auch vorbeugend eingenommen werden. Meist werden sie gut vertragen und fördern auch keine Resistenzen.
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Ebenso kann eine vorbeugende Behandlung mit Milchsäurebakterien wiederkehrende Blasenentzündungen vermindern. Hier schützt die gestärkte Darmflora vor den unliebsamen Keimen. Damit die Pflanzenpräparate richtig wirken können, müssen sie jedoch hoch genug dosiert sein. "Wer pflanzliche Arzneimittel nimmt, sollte hochdosierte und klinisch getestete Produkte bevorzugen", erklärt der Urologe Dr. Andreas Lucas, Dietzenbach. Nicht als Arzneimittel zugelassene Produkte sind oft zu niedrig dosiert und wirken deshalb nicht. (mp)












