09.07.12

Studie

Kranke Arbeitnehmer kosten Wirtschaft rund 75 Milliarden

Depression, Asthma, Rückenschmerzen - Krankheiten wie diese haben laut einer Studie hohe Produkionsverluste zur Folge.

Foto: picture alliance/ ZB/dpa Zentralbild
Gesundheit Krankenschein
Durch Krankschreibungen oder Fehlleistungen kranker Arbeitnehmer entsteht der Wirtschaft ein hoher Schaden

Berlin. Kranke Arbeitnehmer kosten die deutsche Wirtschaft bis zu 75 Milliarden Euro im Jahr. Durch Depressionen, Asthma, Rückenschmerzen, Bluthochdruck und Rheuma entstehen einer Studie zufolge Produktionsverluste von 38 bis 75 Milliarden Euro, wie das "Handelsblatt" (Montag) berichtet. Das sei das Ergebnis einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und der Strategieberatung Booz & Company. Arbeitsunfähigkeit, Fehlleistungen kranker Arbeitnehmer und Erwerbsunfähigkeit sorgten für die Produktivitätsverluste.

Durch eine konsequentere Behandlung von Volkskrankheiten könne die Produktivität der deutschen Wirtschaft der Studie zufolge um 20 Milliarden Euro pro Jahr gestärkt werden. Wenn chronisch kranke Arbeitnehmer bei ihrer Therapie besser unterstützt würden, könne ein Teil der Verluste vermieden werden. Bis zu 27 Prozent ließen sich durch Programme senken, die die Betroffenen im Job entlasten.

+++Berufsunfähigkeit: Wenn Krankheit zum Jobverlust führt+++

+++Wie Versicherungen mit Depressionen umgehen+++

Veränderungen in den Berufsfeldern (Hamburg im Dezember)
In diesen Berufsfeldern wurde eingestellt oder entlassen...
...Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Finanzen und Versicherungen wachsen...
...Zeitarbeit und Öffentliche Verwaltung bauen ab
Handel: +3.218 Beschäftigte
Gesundheits- und Sozialwesen: +3.066 Beschäftigte
Finanzen und Versicherung: +2.954 Beschäftigte
Wirtschaftliche Dienstleistung: +2.207 Beschäftigte
Verkehr und Lagerei: +2.179 Beschäftigte
Verarbeitendes Gewerbe: +2.033 Beschäftigte
sonstige Dienstleistungen, private Haushalte: +1.259 Beschäftigte
Gastgewerbe: +1.241 Beschäftigte
Erziehung und Unterricht: +1.000 Beschäftigte
Information und Kommunikation: +915 Beschäftigte
Baugewerbe: +886 Beschäftigte
Energie-, Wasserersorgung, Entsorgung: +440 Beschäftigte
Zeitarbeit: -216 Beschäftigte
Öffentliche Verwaltung: -832 Beschäftigte
(dpa)
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