Bericht
Todesursache Malaria: doppelt so häufig wie angenommen
Im Jahr 2012 starben rund 1,2 Millionen Menschen an der Tropenkrankheit - doppelt so viel wie vermutet. Dennoch ist die Zahl insgesamt gesunken.
Die Anopheles-Mücke überträgt den gefährlichen Malaria-Erreger
Foto: DPA
London. Die Nachricht der US-Forschr ist unerfreulich: Malaria tötet doppelt so viele Menschen auf der Erde wie bislang angenommen. 2010 starben rund 1,2 Millionen daran Erkrankte, haben US-Forscher ermittelt. Ihrer Untersuchung zufolge ist die Zahl der Todesfälle vor allem unter älteren Kindern und Erwachsenen viel höher als bisher gedacht. Die gute Nachricht: Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Malaria zeigen Wirkung, wie die Forscher im Fachblatt „The Lancet“ berichten. In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Todesfälle um fast ein Drittel zurückgegangen.
Christopher Murray von der University of Washington (Seattle/US-Staat Washington) und seine Mitarbeiter hatten für den Zeitraum von 1980 bis 2010 alle verfügbaren Daten zur Malariasterblichkeit gesammelt und umfassend analysiert. Sie entwickelten Rechenmodelle, mit deren Hilfe sie die Zahl der Todesfälle in insgesamt 105 Ländern ermittelten.
Demnach erreichte die Malariasterblichkeit im Jahr 2004 mit 1,8 Millionen Todesfällen einen Höhepunkt und sank dann stetig auf 1,2 Millionen Fälle im Jahr 2010. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht in ihrem jüngsten Malariareport von 655 000 Todesfällen im Jahr 2010 aus.
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Außerhalb von Afrika gehen die Todesfälle seit 1980 kontinuierlich zurück, wie die Wissenschaftler im Fachjournal weiter berichten. Am häufigsten sterben auch der neuen Analyse zufolge Kinder unter 5 Jahren an der Infektionskrankheit. 2010 machten sie demnach 56 Prozent aller Malaria-Opfer in Afrika aus.
Überraschend war für die Forscher die Feststellung, dass viel mehr Erwachsene an Malaria sterben als bislang angenommen. Mehr als ein Drittel aller Todesfälle umfassen demnach Menschen über 15 Jahren.




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