Nach Brustimplantat-Skandal
EU-Kommission will schärfere Richtlinien
Noch in der erste Hälfte 2012 soll die Richtlinie über Medizinprodukte reformiert werden. Angedacht ist zum Beispiel ein zentrales Meldesystem.
Schadhafte Brustimplantate der französischen Firma PIP sorgten in den letzten Wochen für Aufsehen. Die Eu-Kommission will nun reagieren
Foto: dapd
Berlin . Die EU-Kommission will nach dem Skandal um minderwertige Brustimplantate noch in der ersten Jahreshälfte eine Reform der Richtlinie über Medizinprodukte auf den Weg bringen. Das kündigte ein Sprecher der EU-Kommission in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) an.
„Die Experten in Brüssel denken unter anderem über ein zentrales Meldewesen für Zwischenfälle nach, damit diese schneller EU-weit bekannt werden“, sagte er dem Blatt. „Die Bewertung von Problemfällen könnte dann gemeinsam auf EU-Ebene vorgenommen werden und denkbar sind auch EU-weite Maßnahmen.“ Die Details müssten aber noch geklärt werden.
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