Treue: Wenn Fechners Familien-Feste feiern
Passion Cyclassics
Seit der Premiere 1996 haben die Fürstenwalder kein Hamburger Rennen verpasst. Nun genießen sie Startrecht auf Lebenszeit.
An diesem Wochenende ist es wieder soweit: Die Fechners feiern ihr ganz spezielles Familientreffen - in Hamburg. Der Anlass ist seit zwölf Jahren immer der gleiche - und für die Sippe aus dem brandenburgischen Fürstenwalde stets auch ein besonderer: die Vattenfall-Cyclassics!
"Den Termin für dieses wunderbare Rennen haben wir uns auch dieses Mal wieder extra dick im Kalender angestrichen", sagt Familienoberhaupt Manfred Fechner. Hamburg sei ja immer eine Reise wert, aber am Cyclassics-Wochenende natürlich um so mehr. "Der reizvolle, abwechslungsreiche Kurs, die Begeisterung der Leute an der Strecke, die vielen Jedermänner in ihren bunten Trikots - einfach toll", schwärmt er.
Und so machen sie sich wieder auf den Weg in die Hansestadt, wo sie Heiko Fechner (42), der älteste Sohn, bereits erwartet. Seit 16 Jahren lebt der Servicetechniker hier. Der Jugendcoach bei der RV Germania war es auch, der die Familie zur Teilnahme an der "Tour de Hamburg" inspirierte. Bereits bei der Cyclassics-Premiere 1996 stand er mit seinem Vater Manfred neben 2401 anderen Hobbyfahrern am Start. Und seitdem jedes Mal. Das können nicht viele von sich behaupten.
Längst ist das Rennen für sie zur Passion geworden. So erfüllt es die beiden mit sichtbarem Stolz, dass sie sich seit dem Vorjahr keine Sorgen mehr um ihre Startplätze machen müssen. Da sind sie nämlich in den exklusiven Cyclub aufgestiegen, der nur jenen Jedermännern vorbehalten ist, die das Rennen zehnmal beendet haben. Er garantiert ihnen das Startrecht mit Wunschnummer auf Lebenszeit.
Dabei waren die Fechners eigentlich ursprünglich Fußballer. Vater Manfred ist 20 Jahre dem runden Leder nachgejagt, Sohn Heiko zehn. Doch dann hatte der Filius ewig Probleme mit verstauchten Knöcheln. Ein Arzt empfahl Radfahren - zum Glück. Während Heiko und Bruder Axel (39) bei Pneumant Fürstenwalde kurbelten, verdingten sich Mutter Christine als Kampfrichterin, Vater Manfred als Betreuer.
Bei den Cyclassics fuhren zwischenzeitlich auch Enkel Mathias (21), der jetzt zum deutschen Bahnkader gehört, und Neffe Frank (44) mit. Diesmal werden die Fechners zu dritt am Start sein. Was das erklärte Ziel um so anspruchsvoller macht. Denn Manfred Fechner plant, 68-jährig, seine letzten Cyclassics. "Da will er auf der 55-km-Strecke, ehrgeizig wie er nun mal ist, unbedingt noch einmal unter 1:30 Stunden fahren. Natürlich werden wir als Lokomotive treten, was das Zeug hält, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen", sagt Sohn Heiko.



Branchenbuch Hamburg






100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




