Bekenntnisse eines Fans: Der HSV ist meine Liebe
Viele Leute, vor allem seltene Stadiongänger, fragen sich bestimmt oft, wer diese Choreografien und Gesänge der Fans organisiert, wer diese Fahnen malt und wie diese Leute zu dieser Liebe zu ihrem Verein kommen und wie diese Liebe sich im Alltag niederlegt.
An sich sind diese Leute alles Durchschnittsmenschen, die normal zur Arbeit, Schule oder Uni gehen. Doch diese Leute leben für das Wochenende. Jede Woche ihren Verein durch Deutschland begleiten oder sogar über die Grenzen hinaus - das ist ihr Leben. Und gerade in schlechten Zeiten, wie wir sie gerade in Hamburg mit unserem HSV durchlitten haben, erkennt man, wer ein wirklicher Fan und wer doch nur ein Zuschauer ist.
Fan wird man nicht, sondern man lebt in diesem Zustand. Man lebt mit dem Verein und begleitet ihn durch gute wie durch schlechte Zeiten überallhin. Diese Liebe ist unbezahlbar, und doch geht für diese Liebe sehr viel Geld drauf, wenn man überlegt, was die ganzen Auswärtsfahrten und Karten kosten. Doch bei dieser Liebe spielt Geld absolut keine Rolle, weil man immer und überall hinter seinem Verein stehen will und ihn immer und überall hautnah erleben möchte.
Ich sage bewusst Verein und nicht Mannschaft. Weil der größte Teil der Fans nicht den Verein begleitet wegen eines Herrn Sanogo, Herrn Enkes oder eines Herrn Thurk, sondern einzig und allein, um die Vereinsfarben nach vorne zu schreien, um sich gegenseitig anzupeitschen und um diese immer wieder einmalige Atmosphäre zu erleben. Denn die Liebe eines Fans hat nichts mit erstklassigen oder zweitklassigen Spielen zu tun, sondern mit einer Tradition, die erhalten werden muss und nicht durch Sponsoren kaputt gemacht werden darf.
Durch meine Liebe zum HSV-Verein habe ich viele unterschiedliche Menschen kennengelernt, und mit vielen habe ich das Gefühl, in einer großen Familie zu sein - egal, woher man kommt und wie man aussieht, hier zählt nur eins: unsere gemeinsame Liebe zum Verein.
Jannik Paeth, 9c Gymnasium Willhöden



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