Die perfekte Körperkontrolle
Keine Treppe ist zu steil, kein Graben zu breit. Freeride oder Trial heißt die Extrem-Sportart der Mountainbiker. Dabei geht es darum, das Fahrrad möglichst exakt zu beherrschen.
Bei einem Mountainbike denkt sicher jetzt jeder an das gewöhnliche Fahrrad, das für die Berge geeignet ist und auch nur dort eingesetzt wird. Jedoch ist dies nicht ganz richtig, denn es gibt sechs verschiedene Einsatzbereiche von Mountainbikes.
Bestimmt haben Sie schon mal gesehen, wie Jugendliche mit ihren Fahrrädern durch die Stadt fuhren und verschiedene Kunststücke während der Fahrt aufführten, wie zum Beispiel kleine Sprünge oder eine kurze Fahrt auf dem Hinterrad (Wheelie).
Einige Fahrer suchen sich Treppen aus oder rasen sogar Rolltreppen, die nach oben laufen, mit ihren Fahrrädern hinunter. Bei dieser Extrem-Sportart gibt es zwei Varianten: zum einen das Trial und zum anderen Freeride.
Das Freeride ist ein technisch anspruchsvolles Fahren auf einem Mountainbike, das in jeder möglichen Kombination steile Bergab-Passagen, Sprünge von bis zu zehn Metern über natürliche Hindernisse und sportliche Stunts beinhalten kann. Die Fahrräder für diesen Sport sind extrem stabil und normalerweise voll gefedert.
Freeriden setzt eine große Körper- und Fahrradbeherrschung voraus, da es eine sehr gefährliche Sportart ist. Das Tragen von einem Vollvisierhelm und Protektoren ist dabei üblich.
Die freien, fürs Fahren geeigneten Strecken, die uns bekannt sind, sind die BMX- Bahn in Volksdorf, der Pinneberg Jam, der Boberg und der Müllberg in Hummelsbüttel.
Eine Indoor-Möglichkeit gibt es bei "Thomas I Punkt" am Berliner Tor. Allerdings werden dort hauptsächlich Skateboard und Inlineskates gefahren.
Trial wird überall gefahren, wo dies möglich - wenn auch nicht unbedingt erlaubt - ist. So bieten sowohl die Natur als auch Städte reizvolle Hindernisse.
Beim Trial gilt es, das Fahrrad in jeder Situation perfekt zu beherrschen. Dabei fahren Trialer nicht nur, vielmehr hüpfen und springen sie über alle nur erdenklichen Hindernisse, oft auch in schwindelerregender Höhe.
Körperbeherrschung, Balancegefühl, Konzentration, Kraft, Ausdauer und Mut werden gleichermaßen gefordert und gefördert. Aber auch Fantasie ist wichtig, denn für jede Situation muss die am besten geeignete Fahrtechnik gewählt werden.
Klar, das ist nicht ungefährlich, aber es macht tierisch Spaß. Es passieren auch immer wieder Unfälle, wie kleinere Stürze, die das Knie aufreißen, oder größere, bei denen man sich dann etwas bricht.
Mit einigen Freunden, die auch Mountainbike fahren, treffen wir uns regelmäßig, oft sonntags, fahren meistens zwei bis drei Stunden herum und üben oder probieren immer wieder etwas Neues.
Wir finden jedoch, dass es in Hamburg noch viel zu wenige Einrichtungen für Mountainbiker gibt.
Rudolf Grundentaler, Alex Meier, R 9 Schule Holstenhof



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