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Extra-Journal

Pico 107: Rahlstedts Hip-Hop-Star

Es begann Mitte der 90er- Jahre im Keller eines Freundes, in dem ein paar Jugendliche gemütlich zusammensaßen, wie jedes Wochenende deutschen Rap hörten und versuchten, jedes einzelne Wort in gleicher Stimmlage und Geschwindigkeit mitzurappen. Mit dabei war Pico, damals 13 Jahre alt. Er konnte schon damals Wörter gut miteinander kombinieren. Viele der Freunde aus dem Keller entdeckten andere Musikrichtungen für sich. Pico 107 blieb dem Hip-Hop bis heute treu.

Er begann Texte zu schreiben, seine Reimtechniken und sein Repertoire an Worten zu erweitern. Inspirieren ließ er sich damals besonders von der deutschen Band Blumentopf, den Hamburger Rappern Samy Deluxe und Dendemann.

Im Mai 2005 wurde Picos erstes Mixtape veröffentlicht, mit einer Auflage von 50 Stück. "Die Qualität der Aufnahmen war noch nicht wirklich ausgereift, aber ich wollte unbedingt etwas aufnehmen, konnte mir allerdings noch keine Studioausstattung leisten", gibt Pico 107 zu.

Dennoch, die Resonanz auf das veröffentlichte Material war gut. Es folgten Auftritte auf verschiedenen Partys und Veranstaltungen. Auftrittsgagen gab es noch keine. "Für mich ist es viel mehr wert, wenn jemand nach dem Auftritt zu mir kommt und sagt, dass ich einen guten Auftritt abgeliefert habe." Das Geldverdienen sei nicht sein primäres Ziel, sagt der 21-jährige Rahlstedter. Sondern er wolle einzig und allein seiner kreativen Ader freien Lauf lassen.

Er möchte eine Art zeitlose Musik machen. Picos Ziel ist es, ein großes Spektrum von Leuten verschiedener Altersklassen mit seiner Musik anzusprechen. Das passende Mittel dafür ist seiner Meinung nach eine facettenreiche, nicht monotone Ansammlung von Songs zu finden, die sich von der aktuellen Hip-Hop- Szene Deutschlands abhebt.

Wer einmal in die Musik reinhören möchte, kann auf die Homepage www. pico107.com gehen.

Timo Rowold, HH 52 Staatliche Handelsschule H20

 

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