Ein Pferd ist ein Freund fürs Leben
Oft wird über Mädchen gelacht, die reiten. Viele, die noch nie auf einem Pferd gesessen haben, denken, dass es doch nicht schwierig, geschweige denn anstrengend ist, sich von einem Pferd durch die Gegend tragen zu lassen. Doch wer diese Meinung hat, der irrt sich gewaltig. Reiten ist schwieriger als manch anderer Sport wie zum Beispiel Fußball oder Schwimmen.
Ein Pferd ist nämlich nicht einfach ein Sportgerät, mit dem man machen kann, was man will. Es ist ein Lebewesen, das seinen eigenen Kopf und eine Seele hat. Ein guter Reiter muss einfühlsam, aber bestimmt sein. Behandelt man ein Pferd schlecht, wehrt es sich natürlich gegen den Reiter.
Viele sehen das als einfachen Ungehorsam an oder stempeln das Pferd als bösartig ab, doch Pferde sind von Natur aus friedliebende Tiere, die nur im Notfall ein anderes Lebewesen angreifen. Wenn man ein Pferd gut behandelt, hat man einen Freund fürs Leben gefunden.
Und das ist die Sache, die ich an Pferden so liebe. Sie haben keine Vorurteile und sind treuer und ehrlicher als die meisten Menschen.
Ein Pferd kann sich nicht verstellen, es zeigt einem sehr deutlich, ob es einen mag oder eben nicht. Pferde sind sehr feinfühlig, sie merken genau, was in einem Menschen vorgeht, spüren Trauer, Wut, Nervosität und auch Angst. Und sie helfen Menschen auf ihre Art und Weise, mit ihren Problemen fertig zu werden.
Egal, was für Probleme ich habe, sobald ich in den Stall komme und mein Pferd mir mit gespitzten Ohren aufmerksam und freudig entgegenschaut, sind sie vergessen.
Doch man sollte nur reiten, wenn man sich auf einem Pferd wirklich sicher fühlt, denn Angst führt oftmals zu Problemen. Pferde spüren die Angst, und sie überträgt sich auf die sensiblen Tiere. Als Reiter sollte man seinem Pferd immer Sicherheit vermitteln. Wenn ein Pferd seinem Reiter vertraut, tut es alles für diesen. Doch dieses Vertrauen sollte man niemals verletzen, indem man ein Pferd schlägt. Denn im Umgang mit diesen Tieren sollte man immer daran denken: Pferde vergeben alles, doch sie vergessen nie.
Larissa Wilke, 10c Gymnasium Dörpsweg



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