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Extra-Journal

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Dieses Journal bildet, wie auch die Jahre zuvor, den Abschluss der zwölften "Schüler machen Zeitung"-Runde. Sechs Wochen lang stand bei rund 1400 Schülern aus 54 Klassen in Hamburg und Umgebung das Thema Zeitung auf dem Stundenplan. Als Nachwuchsjournalisten haben sie von Oktober bis Dezember gelernt, was ein Kommentar, eine Reportage oder eine Nachricht ist, haben selber recherchiert und geschrieben. Sie haben die Redaktion oder die Offset-Druckerei in Ahrensburg besucht, durften in den Tresorraum der HypoVereinsbank blicken und hinter die Kulissen im Schauspielhaus.

Mehr als 500 Schüler-Artikel sind in der Abendblatt-Redaktion eingegangen. Viele davon haben wir auf zehn Sonderseiten und in diesem Journal veröffentlicht. Die Jugendlichen haben uns einen Einblick in ihre Welt gegeben, haben über ihre Probleme, Hobbys, den Schulalltag oder die erste Liebe geschrieben. Eine Schülerin schaffte es mit einer außergewöhnlichen Hommage für ihren Stadtteil Billstedt sogar auf die Titelseite des Hauptblattes.

Es gab bei diesem Durchgang einige Neuerungen. So haben wir für die einzelnen Schulen erstmals Weblogs eingerichtet, denn das Internet wird für Jugendliche immer wichtiger. Neben einem Porträt ihrer Klasse konnten die Schüler in die Weblogs ihre Artikel und Fotos stellen und auch Kommentare von Lesern empfangen (www.abendblatt.de/go/weblog).

Wie auch im vergangenen Jahr haben wir Schwerpunkte auf den Schüler-Seiten gebildet. In diesem Journal ist Heimat das Hauptthema. Viele Jugendliche aus Migrantenfamilien haben ihre Zwiespältigkeit zu ihrem Heimatland und ihrem Wohnort Hamburg beschrieben. In Deutschland sind sie Ausländer, im Ausland Deutsche - das hat sich auch in dritter Generation nicht verändert.

Mobbing ist ein Problem, das viele Jugendliche an den Schulen beschäftigt. Wir haben dazu im Januar eine ganze Seite veröffentlicht und zum Dialog zwischen Schülern und Lehrern aufgerufen - mit Erfolg. Diese Seite hängt nun in Schulen aus und war Thema auf Elternabenden. Zudem findet das Internetforum zum Schulmobbing, das wir eingerichtet haben, regen Zuspruch.

Bei der Befragung durch das medienpädagogische Institut Promedia gaben ausnahmslos alle teilnehmenden Lehrer an, sie würden das Projekt noch einmal mit einer Klasse durchführen.

"Für die Jugendlichen ist ,Schüler machen Zeitung' häufig der erste ernsthafte Kontakt mit dem Medium Zeitung. Viele sind danach wie verwandelt, ein echter Lernerfolg", schrieb Dorothee Otte von der Katholischen Schule Harburg. "Das Projekt stärkt die Persönlichkeit der Schüler und steigert ihr Selbstvertrauen und ihre Kreativität", meinte auch Cläre Bordes von der Gesamtschule Stellingen.

Fast 90 Prozent der Schüler empfehlen das Projekt weiter, "weil die Schüler dadurch merken werden, dass es wirklich sinnvoll ist, eine Zeitung zu lesen", schreibt eine 15-jährige Schülerin aus Kirchdorf. Tatsächlich wollen rund 60 Prozent der Schüler das Abendblatt auch in Zukunft lesen.

Wir hoffen natürlich sehr, dass sie am Ball bleiben, und freuen uns schon auf die 13. Runde "Schüler machen Zeitung". Wer sich im Internet noch einmal alle Seiten anschauen möchte, findet sie unter: www.abendblatt.de/go/smz

Sabine Tesche Redakteurin für "Schüler machen Zeitung"

 

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