Montag, 28. Mai 2012, 05:34

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Extra-Journal

Georg Philipp Telemann

Mit Georg Philipp Telemann (1681-1767) engagierte die Stadt Hamburg 1721 den damals berühmtesten deutschen Komponisten. Der gebürtige Magdeburger übernahm die offene Kantorenstelle am Johanneum und an den fünf Hauptkirchen. Ganz konfliktfrei verlief die erste Zeit nicht. Schon bald kam es zum Streit: Das Gehalt - 800 (Kurant-)Mark - war ihm zu niedrig, die Dienstwohnung zu klein, das Publikum zu kritisch. Das Gehalt wurde aufgestockt, Telemann ließ sich besänftigen - und dominierte letztlich 46 Jahre lang das Musikleben der Stadt. Arbeit gab es genug: Für jeden Sonn- und Feiertag hatte er eine Kantate abzuliefern, dazu Opern, Passionen und Musik zu besonderen Anlässen. Mit 86 Jahren erreichte Telemann ein damals fast biblisch anmutendes Alter. Seine letzten Werke diktierte der Komponist, körperlich schon sehr geschwächt, seinem Enkel Georg Michael. Eine gute Einführung gibt der neue Band "Georg Philipp Telemann" von Eckart Kleßmann, erschienen in der Reihe "Hamburger Köpfe" der ZEIT-Stiftung. Die besonders gute Idee: Man kann auf 140 Seiten nicht nur etwas über Telemanns Wirken in Hamburg lesen, sondern auf einer beiligenden CD auch Beispiele seiner Arbeit hören: u.a. die Kantate "Alles redet itzt und singet"; die Motette "Deus iudicium tuum" oder die Ouverture F-Dur für Hörner, Oboen, Streicher und Generalbaß (Ellert & Richter; 19,95 Euro).

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus