Sich selbst besser motivieren
Standpunkt
Die ökonomische Stimmung im Land ist getrübt. Nicht nur die Verbraucher, die den Konsum offenbar partout nicht steigern wollen, sind davon betroffen, sondern auch die Menschen, die den Konsum eigentlich nachhaltig beeinflussen könnten.
Einige Beispiele machen deutlich, dass nicht in erster Linie "die Politiker", "die Unternehmer" oder "die Führungskräfte" gefragt sind, wenn es darum geht, sich selbst zu motivieren: Da ist der Verkäufer, der im Kaufhaus nie zu sehen ist. Hat der Kunde aber einen Artikel ausgewählt, kommt der Verkäufer wie Pfeil auf ihn zugeschossen, um auf den Kassenabschnitt seine Nummer einzutragen. Er möchte natürlich seine Provision kassieren - wofür aber eigentlich? Oder die Kassiererin, die zwar Kunden-, EC- oder Kreditkarte gern entgegennimmt, aber nicht auf die Idee kommt, den Kunden ganz einfach mit seinem Namen anzusprechen, ihn beim Kassieren auf weitere Angebote aufmerksam zu machen oder einfach nett zu verabschieden. Oder die Bedienung im Restaurant, die ihren Gästen kaum Zeit lässt, auf der Karte auszuwählen, den weiteren Beratungs- und Bedienungsservice aber sehr in die Länge zieht.
Das Wort Motivation kommt von "movere", also bewegen - und das muss und kann jeder selbst tun, gerade, wenn er im Kundenkontakt steht. Auch wenn er damit nicht das ganz große Rad drehen kann, sorgt er oft mit einfachen Maßnahmen und einer Portion gesundem Menschenverstand für mehr Konsum im eigenen Bereich - und damit auch für die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes.
Um ihren Mitarbeitern zu mehr Selbstmotivation zu verhelfen, sollten Führungskräfte unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen.
Unser Autor Andreas von Studnitz ist Personal und Organisationsentwickler in Rendsburg.



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