28.02.03

Leder - Qualität, die man fühlt

Sitzmöbel: Ob bei Klassikern oder den vielen neuen Modellen: Lederbezüge sind fast unverwüstlich.

Von Chan Sidki-Lundius

Die Faszination des Leders ist schon Jahrtausende alt. Man muss es sehen, fühlen und seinen Geruch einatmen, um die Vorzüge des Materials zu begreifen. Auch wenn man sich heutztage längst nicht mehr auf Löwenfell bettet, steht Leder nach wie vor für Qualität und Luxus. Das Material ist nicht nur edel, sondern zudem äußerst facettenreich, funktional und langlebig. Nicht selten werden Kinder und Enkel die Erben von Ledersofas, weil sie einfach nicht aus der Mode kommen und ihre Patina mit der Zeit immer schöner, lebendiger und einzigartiger wird. Es ist also leicht nachzuvollziehen, warum Ledermöbel nach wie vor Konjunktur haben. Ob Sofa, Sessel, Tagesliege oder Stuhl: Es gibt kaum ein Sitzmöbel, das nicht auch mit einem Lederbezug geliefert werden kann. Karin Taubert vom Möbelgeschäft Die Wäscherei hat die Ledermöbel-Trends bei der diesjährigen Kölner Möbelmesse (imm cologne) genauer unter die Lupe genommen. "Die Nachfrage ist ungebrochen groß und das Angebot riesig", berichtet sie. "Vor allem Bycast-Leder ist gefragt", sagt Taubert. Dabei handelt es sich um ein Spaltleder. Das heißt: Nur die untere, fettlose Schicht der Haut, die keine Pigment-Struktur hat, wird verarbeitet. Die Art der Pressung und die anschließende Lackierung führen dazu, dass sich bei Gebrauch ein "Pull-up"-Effekt einstellt. Dieses Leder wirkt nahezu antik, bekommt helle Knicke und sieht so aus, als hätte es bereits ein langes Leben hinter sich. "Gerade junge Leute sind begeistert von diesem Leder, denn es ist lange haltbar, optisch ansprechend und bewegt sich in der unteren bis mittleren Preisklasse", sagt die Ledermöbel-Expertin. Gefragt sind derzeit auch rein pflanzliche, im Fass gefärbte, offenporige Leder mit ausgeprägter Oberflächenstruktur. Vorherrschend sind Naturtöne, ein kräftiges Rot oder Orange sowie Schwarz, Braun und Weiß. Aber auch das Angebot an Fellbezügen sei beachtlich. Viele Anbieter prsentieren Kuh, Kalb- und Ponyfelle in ihren Programmen. Ein echter Renner, so Karin Taubert, sei derzeit das Modell "Square". Der Dreisitzer im Art-deco-Stil ist mit dazu passendem Sessel und Hocker erhältlich. Das Sitzmöbel wird in den Farben Dunkelbraun und Schwarz angeboten. Darüber hinaus hat die Möbelmesse gezeigt, dass sich natürliche Färb- und Gerbverfahren immer mehr durchsetzen. Thomas Janssen von Cramer Möbel + Design berichtet: "Je naturbelassener die Möbelstücke sind, desto wärmer und offenporiger, aber auch empfindlicher sind sie." Auf der Suche nach dem geeigneten Ledermöbel solle man daher zunächst sein persönliches Lebensumfeld analysieren und erst dann seine Wahl treffen. "Wenn es Kinder, Hunde oder Katzen im Haushalt gibt oder gern gefeiert wird, empfehlen wir robuste Leder", sagt er. Häufig nachgefragt werde derzeit das offenporige Sattelleder Havanna. Die Cramerfactory verarbeitet es in Schlafsofas, die in vielen Formen angeboten werden. Darüber hinaus hat Cramer nahezu alle gängigen Anbieter von hochwertigen Ledermöbeln im Programm: Dazu zählen unter anderem Cor, Jori, Pro Seda, Team by Wellis und de Sede. Ein besonders bequemer Kommunikationssessel ist "Dido". Ihn gibt es nicht nur in Leder, sondern als optischen Clou auch mit schwarz-weißem und rot-buntem Kuhfell-Bezug.

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