Mein Traum: Eishockey-Profi
Es ist morgens, 6.30 Uhr. Ich quäle mich aus dem Bett. Wie andere Schüler in meinem Alter auch frühstücke ich kurz und mache mich dann auf den schnellen Weg zur Schule. Den restlichen Vormittag muss ich mich mit meinen Mitschülern durch den Unterricht kämpfen. Nach einem langen Schultag kann ich dann endlich nach Hause, esse etwas und mache meine Hausaufgaben.
Bis dahin ist bei mir alles so wie bei anderen Jugendlichen in meinem Alter auch, doch vier- bis fünfmal die Woche fahre ich nachmittags zum Training in die Stellinger Eishalle. Aber nicht Eiskunstlauf, Curling oder Eisschnelllauf trainiere ich dort, sondern Eishockey. Ich spiele mit gleichaltrigen Jungs in der HSV-Bundesliga-Mannschaft, gleichaltrig heißt 15- bis 16-jährige Jungs! Ich bin dort eines von drei Mädchen.
Nebenbei trainiere und spiele ich auch noch bei der Damen-Bundesliga und bin dort mit 15 Jahren eine der Jüngsten. Ich bin Torwart. Ich liebe es, Torwart beim Eishockey zu sein. Der Sport ist schnell und aufregend, und als Torwart hat man auch noch eine besondere Position. Wenn ich versage, fällt ein Tor, aber wenn ich die Scheibe halte, habe ich der Mannschaft geholfen und konnte etwas Wichtiges zum Spiel beitragen. Ich liebe den Mannschaftssport und die Zusammenarbeit untereinander.
Mein intensives Training in den letzten neun Jahren hat sich nun endlich bewährt. Ich spiele bereits seit drei Jahren in der Niedersachsen-Auswahl, und vor Kurzem wurde ich zur U-18- Nationalmannschaft eingeladen.
Das ist der erste Schritt in die Richtung meines Traumes. Mein Ziel ist es, in die A-Nationalmannschaft zu kommen. Ich weiß, dass ich dafür noch sehr viel arbeiten muss, doch dazu bin ich bereit, und falls ich es dorthin schaffe, möchte ich mein nächstes Ziel anstreben, nämlich die National Women Hockey League. Das ist die höchste Liga, die man als Frau beim Eishockey erreichen kann. Es ist mein Ziel, für das ich intensiv trainieren werde.
22.30 Uhr. Völlig erschöpft komme ich nach einem anstrengenden Training zu Hause an. Ab da ist bei mir wieder alles normal. Ich esse Abendbrot, sehe fern, bereite meine Sachen für den nächsten Schultag vor, denn auch wenn ich eine große Karriere im Sport anstrebe, darf ich die Schule nicht weniger wichtig nehmen als andere.
Janna Ramajzl, 10c Gymnasium Dörpsweg



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