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Extra-Journal

So lässt sichs leichter leben

Einrichtung: Ob im Wohnraum, Bad oder in der Küche: spezielle Möbel für größeren Komfort.

Wer gern bis ins hohe Alter in seinem Zuhause wohnen bleiben möchte, der sollte seine Wohnung schon frühzeitig entsprechend einrichten. "Der Satz: ,Ich brauch das noch nicht' ist das größte Problem bei unseren älteren Kunden, denn meist geht es ja noch irgendwie", weiß auch Torsten Stahmer. Der Name der Klempnerei Adolf Stahmer steht auf der Adressenliste der Innung für Sanitär, Heizung, Klempner, die, nach Postleitzahlen geordnet, Fachleute nennt, die Bäder und WC's seniorengerecht umbauen.

Ebenso wie rutschfeste Gummimatten in Wanne und Dusche sollten Griffe erste Seniorenpflicht sein: neben dem WC, über der Badewanne und in der Dusche. "Man kann sie auch als Handtuchhalter nutzen", sagt Stahmer. Und Badewannen mit Sitz, mit Tür zum besseren Einstieg oder mit schwenkbarem Sitz an der Kopfseite erleichtern die Körperpflege. Wannen, die sich heben und senken lassen, kosten um 5000 Euro.

Man kann auch Waschbecken und WC je nach Bedarf höher oder niedriger setzen lassen. So selbstverständlich wie man Gartengeräte an Stockhaltern aufhängt, sollte im Bad auch für den Gehstock so ein Halter nicht fehlen.

Erleichternd, nicht nur für ältere Menschen, ist der Einbau einer modernen Küche. Die Unterschränke sollten zur leichteren Handhabung Schubladen auf Rollen haben, Arbeitsflächen der eigenen Körperhöhe entsprechen und hell ausgeleuchtet sein. Ein Backofen, der sich selbst mit Hitze reinigt (Pyrolyse), Backofen, Grill und Mikrowelle in Augenhöhe, Geschirrspülmaschine mit Bedienungsknöpfen oben auf der Türkante, Kühlschränke mit Tiefkühlfächern unten und den Kühlfächern für den Tagesbedarf in Augenhöhe erleichtern ebenso den Alltag älterer Menschen. Hilfreich sind aus der Arbeitsplatte ausziehbare Tischchen. So lässt sich das Gemüse, bequem auf einem Stuhl sitzend, putzen.

Im Schlafzimmer steht das wichtigste Möbel, das Bett: auf Rollen, im besten Fall mit vier Motoren ausgestattet, in so genannter Sitzhöhe, einem Lattenrost, das sich jedem Rückenwirbel einzeln anpasst - ein Luxusbett eben, das mit rund 7000 Euro auch seinen Preis hat. Zum Bett gehören natürlich die Steh- oder Leselampe mit einem Schwenkarm sowie ein Servierwagen oder ein über das Bett schwenk- und kippbarer Tablett-Tisch zum Lesen und Schreiben.

Unabdingbar sind altersgerechte Sitzmöbel. In der Ausstellung "Barrierefreies Leben" oder in Fachgeschäften kann man sich informieren. Das Möbelhaus Deubelius beispielsweise hat sich ebenso wie Möbel Kabs auf die wachsende Gruppe der Senioren spezialisiert. Von den Herstellern komfortabler Autositze haben sich die Möbelhersteller einiges zum Nutzen älterer Kunden abgeschaut: Rückenteile mit unterschiedlichen Härtegraden, beheizbare Sitzflächen, individuell Sitzhöhen, Hinsetz- und Aufstehhilfen, verstellbare Kopfteile, Doppellaufrollen, die sich dem Fußbodenbelag anpassen, damit sich der Sessel leichter bewegen lässt.

 

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