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Extra-Journal

Die Geschichte einer Farbe

Spricht man dem Schwarz die Farbqualität ab, ist Rot die älteste Farbe, die Menschen nachweislich benutzt haben. Die Tierdarstellungen der steinzeitlichen Jäger und Sammler in den französischen und spanischen Gebirgshöhlen sind oft mit rotem Ocker ausgemalt. Schon lange vorher bestrichen die Menschen ihre Körper und Waffen mit Blut. Sie erhofften sich von dem "besonderen Saft" Schutz gegen feindselige Mächte. Das reinste Rot leuchtet wie Feuer und ist dem Zinnober zu verdanken, der in Gruben abgebaut wird. Außer den unterschiedlichen Erden lieferten Pflanzen wie die Wurzeln der Färberröte (Krapp) und Tiere die Farbstoffe. Als Textilfarbe war der schon in prähistorischer Zeit benutzte Kermes verbreitet. Gewonnen wurde er aus den Eiern einer im Mittelmeergebiet und Orient heimischen Schildlaus. Mit ihr wurde das blaustichige Karmesin und auch das ins Gelbliche spielende Scharlachrot erzielt. Nach der Entdeckung Amerikas fanden die Spanier bei den Indianern in Mexiko die Cochenille, eine Verwandte der Kermes-Schildlaus, die ein intensiveres Scharlachrot lieferte. Die kostbarste aller Farben war im Altertum und im Mittelalter der Purpur. Er wurde aus einem Drüsensekret von Meeresschnecken erzeugt und stand nur gekrönten Häuptern und hohen geistlichen Würdenträgern zu.e.p.

 

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