Hamburg. Mit speziellen Auffrischungskursen können Autofahrer ihre Kenntnisse in Erster Hilfe verbessern. Die Angebote sollen potenziellen Ersthelfern die lebensrettenden Maßnahmen am Unfallort wieder ins Gedächtnis rufen und ihnen für Notfälle mehr Selbstsicherheit geben. Dafür hat der ADAC mit mehreren Hilfsorganisationen eine bundesweite Kampagne gestartet.
Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr, zum Start der Kampagne: "Es darf nicht sein, dass Menschen aus Unsicherheit oder Unkenntnis heraus keine Erste Hilfe leisten." Die meisten Autofahrer fühlten sich nicht in der Lage, bei einem Unfall zu helfen. Gründe dafür seien meistens Unsicherheit und Angst, etwas falsch zu machen. Denn der für den Führerschein absolvierte Erste-Hilfe-Kurs liegt oft zu lange zurück.
Doch diese Sorgen sind völlig unbegründet: "Als Laienhelfer kann man eigentlich nichts falsch machen - außer, dass man nicht hilft und weiterfährt", sagt Almut Schönermarck, Leiterin der ADAC-Verkehrsmedizin. Es sei klar, dass Ersthelfer am Unfallort nervös und aufgeregt sind und vielleicht die richtigen Handgriffe nicht mehr parat haben. Doch bereits durch ihre Anwesenheit helfen sie den Verletzten: Trost und Zuspruch oder einfach nur die Hand zu halten, seien in der Ersten Hilfe genauso wichtig, sagt Schönermarck. Auch der Hinweis, dass die Retter schon unterwegs sind, wirke beruhigend.
Zu einem selbstbewussteren Verhalten von Ersthelfern am Unfallort sollen die neu konzipierten Auffrischungskurse beitragen. Sie behandeln neben dem Retten aus Gefahrenzonen, der Versorgung von Verletzten und dem Absetzen des Notrufs auch das Absichern einer Unfallstelle. Sie dauern 90 Minuten, kosten ab 10 Euro und werden von Mai bis Oktober vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst angeboten.









