DÜSSELDORF. Deutschlands Autofahrer werden immer älter. Doch obwohl die Liste der Sonderausstattungen moderner Pkw kontinuierlich wächst, bleiben viele Wünsche älterer Fahrzeugbesitzer bisher unerfüllt. Laut einer Befragung des TÜV Süd rangieren eine aufrechte Sitzposition, ein bequemer Einstieg und große Türöffnungswinkel auf der Wunschliste ganz oben. Dafür sind die mobilen Senioren sogar bereit, etwas mehr zu bezahlen. Nichts halten ältere Autofahrer dagegen von einem "Rentner-Auto".
Komfortextras wie Navigationssystem und Klimaanlage stehen bei älteren Autofahrern hoch im Kurs. Allerdings sollten sie einfach zu bedienen sein und über wenige, aber große Regler verfügen. Übersichtlichkeit und leichte Bedienbarkeit sind auch für Instrumente wie Tankanzeige, Wassertemperatur, Tacho oder Drehzahlmesser wichtige Kriterien. Nachholbedarf besteht dagegen in vielen Details. Autos mit hohen Türschwellern etwa machen das Einsteigen unbequem. Geradezu altenfeindlich sind Schalensitze, bei denen sich die Senioren über die Seitenteile quetschen müssen.
Ohnehin bietet der Innenraum viel Entwicklungsspielraum: So liegen Zündschlösser teilweise arg versteckt. Kleine Türgriffe, dazu noch versenkt, sind ebenfalls nicht seniorengerecht. Auch die Erreichbarkeit des Gurtes lässt häufig zu wünschen übrig. Gerade bei zweitürigen Wagen bedarf es eines übergroßen Griffes nach hinten, um den Gurt zu erreichen. Weil auch das Kopfdrehen im Alter oft beschwerlich ist, sind Rückfahrkameras als Einparkhilfe altengerecht, wie sie in immer mehr Fahrzeugen eingebaut werden.
In einem seniorengerechten Auto gehören außerdem zwei elektrisch einstellbare Außenspiegel, großflächige und individuell einstellbare Sonnenblenden sowie große Innentürgriffe, die möglichst in der Dunkelheit beleuchtet sein sollten.









