10.10.12

Ein Japaner zum Verlieben

Mit dem neuen Mazda6 wollen die Asiaten die Mittelklasse aufmischen. Im Februar 2013 kommt er in den Handel

Von Thomas Geiger

Eine graue Maus treibt es bunt: War der Mazda6 bislang das brave Mauerblümchen in der Mittelklasse, versprechen die Japaner jetzt mehr Spaß beim Sechs: Wenn sie am 2. Februar 2013 ihr neues Flaggschiff in den Handel bringen, sehen Limousine und Kombi deshalb nicht nur sportlicher und schnittiger aus und sind bis zum Stehkragen mit Assistenzsystemen bestückt. Vor allem fahren sie deutlich besser als bislang.

Am Steuer hat man ein ähnlich direktes Gespür für den Wagen wie beim MX-5 und kann ihn entsprechend präzise führen. Dabei helfen natürlich auch die etwas zurechtgerückte Sitzposition, das ein wenig stärker zum Fahrer orientierte Cockpit und nicht zuletzt die bis zu 100 Kilogramm, die Mazda beim Generationswechsel abgespeckt hat. Die Asiaten haben dem Sechser endlich ein Design mit dem nötigen Sexappeal spendiert: Er ist stärker, schärfer und schnittiger als die allermeisten anderen Japaner und stempelt selbst Passat & Co. zu Langweilern. Einzig der Dreier BMW kommt da vielleicht noch mit.

Bis auf ein paar unglückliche Farbkontraste ist die Materialauswahl im Innenraum vorbildlich, jeder Schalter steckt an seinem Platz, die Instrumente sind ein Musterbeispiel an Übersichtlichkeit und die Platzverhältnisse deutlich besser als früher. Weil der Sechser in Länge und Radstand um rund elf und die Breite um fast fünf Zentimeter gewachsen ist, sitzt man in dem jetzt 4,86 Meter langen Pkw vor allem hinten deutlich bequemer. Auch der Kombi bietet etwas mehr Platz. Sein Kofferraumvolumen misst 522 Liter und lässt sich mit einem Fingerzug auf 1622 Liter erweitern.

In puncto Technik will Mazda ebenfalls endlich wieder punkten. Deshalb gibt es jede Menge Assistenzsysteme von der Abstandsregelung bis zur Citynotbremse und der kompletten Skyactiv-Technologie. Unter diesem Begriff versammelt Mazda eine neue Generation von Benzin- und Diesel-Motoren, neue Getriebe, ein neues Chassis und eine Leichtbaukonstruktion. All das zusammen spart Gewicht und drückt den Verbrauch im besten Fall um etwa 20 Prozent. Doch damit nicht genug: Als neuen Baustein aus dem Skyactiv-Kasten gibt es das regenerative Bremssystem i-Eloop. Die Japaner nutzen dabei Kondensatoren und erhöhen zwischendurch die Spannung des Generators. Etwa fünf Kilo schwer und wenige Hundert Euro teuer sind diese sogenannten Supercaps der perfekte Puffer für den Strom: Sie sind innerhalb weniger Sekunden voll geladen, können die Energie genauso schnell wieder abgeben und entlasten den Motor während der Fahrt.

So kommt der schwächste Diesel - mit 2,2 Liter Hubraum, 150 PS und bis zu 211 km/h alles andere als eine Spaßbremse - in der Limousine laut Werk auf einen Normverbrauch von 3,9 Litern. Alternativ steht eine 175-PS-Variante zur Verfügung. Als Benziner gibt es den Sechser mit zwei 2,0-Litern mit 145 oder 165 PS und einem 2,5-Liter, der es auf 192 PS bringt. Die Verbrauchswerte der drei Triebwerke für die Limousine liegen auf dem Prüfstand zwischen 5,5 und 6,3 Litern und das Spitzentempo reicht von 208 bis 223 km/h. Die Kombis brauchen einen Hauch mehr und sind einen Tick langsamer

Die Preise für die Limousine bleiben nahezu unverändert, während sie für Kombi-Fans eine echte Überraschung bereithalten. Zum ersten Mal kosten beide Karosserievarianten dasselbe: Ab 24 990 Euro geht es los.

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