08.09.12

Opel

Die Astra-Familie wächst immer weiter

Opel bringt im Herbst Version mit Stufenheck auf den Markt. Limousine bietet viel Platz für Gepäck und Insassen. 2013 folgt Cabriolet Cascada.

Von Thomas Geiger
Foto: Opel
Der neue Astra mit Stufenheck kommt im Herbst in den Handel. Sportliche und sparsame Motoren sowie neue Assistenzsysteme zeichnen den Wagen aus. Er ist ab 18 270 Euro zu haben
Der neue Astra mit Stufenheck kommt im Herbst in den Handel. Sportliche und sparsame Motoren sowie neue Assistenzsysteme zeichnen den Wagen aus. Er ist ab 18 270 Euro zu haben

Bange machen gilt nicht. Zwar schaut alle Welt in diesen Tagen nach Wolfsburg, weil sich dort gerade der neue Golf warmläuft. Doch Opel lässt sich den Schneid nicht abkaufen und kontert den Premierenzauber der Konkurrenz mit Störfeuer aus Rüsselsheim: Noch bevor der neue Golf im November antritt, bringen die Hessen einen aufgefrischten Astra an den Start. Ein retuschiertes Design, sportlichere und sparsamere Motoren sowie neue Assistenzsysteme sollen sie vor der Erosion des Marktanteils schützen.

Zudem sind weitere Karosserievarianten in der Pipeline, und Opel korrigiert mit einer neuen Ausstattungsvariante den Preis nach unten. 14 990 Euro wird der überarbeitete Astra Fünftürer kosten, wenn er nach der Messepremiere vor ein paar Tagen in Moskau im Herbst in den Handel kommt.

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Das ebenfalls dort präsentierte Stufenheck-Modell, das fast aussieht wie ein kleiner Insignia, wird ab 18 270 Euro zu haben sein. Es ist zwar aus einem Guss und im freien Fluss gezeichnet, taugt aber sicher nicht als Pulsbeschleuniger und wirkt lange nicht so frisch wie der VW Jetta oder gar die kommenden Limousinen von Audi A3 und Mercedes A-Klasse. Der neue Opel misst 4,66 Meter und überragt den konventionellen Astra damit um 24 Zentimeter. Entsprechend mehr Platz bietet die Limousine für Hinterbänkler und vor allem für das Gepäck: Um 90 Liter wächst der Kofferraum und fasst künftig 460 Liter.

Wem das nicht genügt, der kann auch beim Stufenheck die Rückbank umlegen und so 1010 Liter verstauen. Allerdings haben die Hessen dummerweise den Kofferraum-Griff vergessen. Wer den Stauraum nutzen will, muss deshalb entweder auf den Funkschlüssel oder einen in der Mittelkonsole versteckten Schalter drücken - praktisch geht irgendwie anders.

Dazu gibt es für alle anderen Varianten einen kräftigen Selbstzünder. Denn wo bei den Benzinern jetzt der 280 PS starke OPC-Motor für den Dreitürer die Spitze markiert, gibt es bei den Dieseln nun den 195 PS starken Doppelturbo-Diesel aus dem Insignia. Deutlich stärker als die Ölbrenner der Konkurrenz, weckt er mit etwas kräftigerem Design, aufgemöbeltem Innenraum, Fahrwerkskomponenten aus dem OPC-Modell und vor allem bis zu 400 Nm die Erinnerung an den seligen GSI: Antrittsstark und spurtfreudig macht er das Überholen zum Kinderspiel und die Landstraße zur Lustmeile. Und die 226 km/h sichern dem Astra auf der linken Spur genügend Vorsprung.

Wer neues bei den Benzinern erhofft, der muss bis zum Frühjahr warten: Dann kommen neue Turbo-Direkteinspritzer, die dem Downsizing-Trend folgen und bei geschrumpftem Hubraum mehr Leistung trotz weniger Verbrauch bieten. Sparsamstes Modell ist und bleibt aber der 1,7 Liter große EcoFlex-Diesel mit 110 oder 130 PS, der im besten Fall laut Werk mit 3,7 Litern zufrieden ist. Die neuen Motoren sind sportlicher und sparsamer. Das frisch geschminkte Gesicht und das aufgewertete Interieur sollen den Astra schöner erscheinen lassen, und eine Reihe neuer oder optimierter Assistenzsysteme wollen den Golf-Gegner schlauer machen.

Die zweite Generation der Frontkamera kann nicht nur Verkehrsschilder lesen, sondern den Fahrer auch vor drohendem Sekundenschlaf warnen. Im Navigationssystem ist eine Rückfahrkamera integriert, beim Parken hilft die Elektronik, und ein Radarsensor hält nicht nur den Abstand zum Vordermann, sondern steuert auch einen Notbremsassistenten. Dass ähnliche Innovationen auch im nächsten Golf zu finden sind, davon lässt sich die Opel-Mannschaft nicht bange machen und setzt vor allem auf die weichen Werte, die man allerdings eher am Dreitürer als am Stufenheck wiederfindet: "Wir wollen im heiß umkämpften Kompaktsegment die emotionalste Ausprägung deutscher Ingenieurskunst bieten."

Das soll auch für die Mittelklasse Gültigkeit haben, wenn die Rüsselsheimer laut "Auto Bild" im Frühjahr 2013 das Cabriolet Cascada auf den Markt bringen. So nennt Opel den Nachfolger des 2010 eingestellten Astra Twin Top. Der 4,70 Meter lange Viersitzer kommt mit dem neuen 1,6-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung und der neuen Generation von 1,6-Liter-Dieselmotoren, die 100 bis 180 PS leisten sollen, in den Handel. Der Einstiegspreis soll etwa bei 30 000 Euro liegen.

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