13.08.12Alternative Antriebe
Weiterhin nur geringes Interesse an Elektroautos
Auf deutschen Straßen sollen laut Bundesregierung eine Million Stromer unterwegs sein - doch die E-Autos verkaufen sich bisher schlecht.
Von abendblatt.de
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
Die Deutschen setzen beim Autofahren weiterhin wenig auf Stromer
München. Die Bundesregierung hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Doch deutsche Autofahrer zeigen einem Bericht zufolge weiterhin nur geringes Interesse an Elektroautos. Vom Marktführer Opel Ampera seien in diesem Jahr bis Juli 629 Exemplare verkauft worden, berichtet der "Focus" unter Berufung auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamts und des Centers Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Auf den weiteren Plätzen folgten Nissans Leaf (269) und der C-Zero von Citroën (256).
Einige Elektroautos hätten im ersten Halbjahr sogar nur zweistellige Zulassungszahlen erzielt, heißt es in dem Bericht, darunter die elektronischen Varianten der Mercedes-Benz A-Klasse (62) und des VW Golf (32). Recht erfolgreich entwickelte sich dagegen das E-Mobil Twizy von Renault: Das autoähnliche Vierrad verkaufte sich laut "Focus" 1757 Mal. Nach Branchenangaben wurden im vergangenen Jahr etwa 2000 Elektroautos abgesetzt, davon 100 an Privatkunden. Die Autohersteller wünschen sich daher von der Politik mehr Anreize für den Kauf.
(dpa)
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Die Elektromobilitätsziele der Regierung
Bis 2020 sollen nach den Plänen der Bundesregierung eine Million Elektroautos in Deutschland fahren.
Bis 2030 sollen es im Idealfall bereits sechs Millionen Stück sein. Seit 2008 sind in Deutschland allerdings nur rund 4000 E-Autos zugelassen worden, der Bestand beläuft sich insgesamt auf 4500 Fahrzeuge – bei einem Gesamtbestand von fast 43 Millionen Pkw.
Die Massenproduktion planen die Hersteller nach einem dreijährigen Markthochlauf ab 2017.
In den nächsten Jahren sollen insgesamt 17 Milliarden Euro investiert werden.
Bisher gibt es bereits über 2200 öffentlich zugängliche Ladestationen, wegen der bisher geringen Reichweite sind mehrere tausend Stromtankstellen notwendig.
Zwischen 2009 und 2011 stellte die Regierung der Nationalen Plattform Elektromobilität zufolge 500 Millionen Euro aus den Mitteln des Konjunkturpakets II zur Verfügung.
Bis 2013 soll eine weitere Milliarde Euro fließen.
Die vier "Schaufensterregionen" (Niedersachsen, Baden-Württemberg, Berlin/Brandenburg, Bayern/Sachsen), wo umfangreiche Tests mit tausenden Fahrzeugen Erkenntnisse für den ab 2017 geplanten Start der Massenproduktion liefern sollen, werden von der Regierung dabei mit 180 Millionen Euro gefördert. (dpa)