Schneller, schöner, sparsamer
BMW verpasst dem Kompakt-SUV X1 eine optimierte Motorenpalette und wertet den Innenraum auf
BMW frischt den X1 auf. Damit der Primus im Segment der kompakten Nobel-SUV seine Führungsposition nicht einbüßt, bekommt er ein dezent retuschiertes Design, einen ordentlich aufgemöbelten Innenraum sowie eine optimierte Motorenpalette. So wird er zum Verkaufsstart im Juli ein wenig schicker, deutlich sparsamer und sehr viel sportlicher als bislang. Nur teurer wird er kaum, denn zumindest beim Basismodell schlagen die Bayern gerade mal 200 Euro auf und starten künftig bei 27 800 Euro.
Die wichtigste Neuerung ist der X1 25d. Mit seinen 218 PS markiert er künftig die Spitze im Programm der fünf Diesel. Dank seines doppelten Laders holt er aus den zwei Litern Hubraum imposante 450 Newtonmeter Drehmoment, die der X1 schnell und wirkungsvoll in Vortrieb umsetzt. Der Vierzylinder knurrt zwar bei Vollgas laut und vernehmlich, aber dafür wuchtet er den Wagen mit schier unbändiger Kraft nach vorn: 6,8 Sekunden reichen ihm für Tempo 100 und erst bei 228 km/h endet der Vorwärtsdrang. Dabei reichen ihm auf dem Prüfstand im besten Fall 5,5 Liter/100 km, die man in der Praxis bei flotter Gangart natürlich getrost vergessen kann.
Wer wirklich sparen will, bestellt deshalb besser den X1 20d mit dem "Efficient Dynamics"-Paket. Das bietet neben der für alle Varianten serienmäßigen Start-Stopp-Automatik noch eine ganze Reihe weiterer Spritsparkniffe und kommt so auf einen Knauserverbrauch von nur 4,5 Litern.
Und das bei Fahrleistungen, die nicht völlig spaßfrei sind. Immerhin hat der Motor 163 PS, beschleunigt in 8,3 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 215 km/h. Dass auch die anderen Diesel um bis zu 0,9 Liter weniger verbrauchen, ist ein Verdienst der Achtgang-Automatik mit ihren ebenso schnellen wie samtenen Gangwechseln. War sie bislang nur in größeren BMW-Baureihen verfügbar, gibt es sie nun für gut 2000 Euro Aufpreis erstmals auch für die meisten X1-Varianten.
Bei den Benzinern ändert sich dagegen außer der Option auf die Achtgang-Automatik nichts. Es bleibt beim X1 18i mit 150 PS, dem X1 20i mit 184 PS und dem X1 28i, der auf 245 PS kommt und die sportliche Spitze markiert. Immerhin schafft er den Sprint in 6,1 Sekunden und kommt auf 240 km/h.
Neben den Antrieben hat BMW vor allem den Innenraum überarbeitet. Wollte der bislang nicht so recht zum noblen Anspruch und den hohen Preisen passen, gibt es jetzt eine neue Mittelkonsole, edlere Schalter und gegen Aufpreis ein paar eindrucksvoll authentische Dekoreinlagen, die nicht nur aussehen wie aus Holz oder Metall, sondern sich auch so anfühlen.
Nur außen haben die Bayern vergleichsweise wenig gemacht: Neue Schürzen für Front und Heck, die seitlichen Blinker in die Spiegel integriert und die Scheinwerfer nachgezogen. Gäbe es gegen Aufpreis nicht neuerdings auch die beiden Designpakete X-Line und Sport-Line, könnte der Neue fast als der Alte durchgehen.









