30.05.12

GLK

Dieser Mercedes ist fast zu schade fürs Gelände

Der Mercedes GLK kommt jetzt mit neuem Kühlergrill und LED-Leisten zu den Händlern. Fünf Motoren (143 bis 306 PS) stehen zur Wahl.

Foto: Daimler
Neu gestalteter Kühlergrill, LED-Tagfahrlicht und mehr Chrom: Mercedes hat den kompakten GLK aufgefrischt
Neu gestalteter Kühlergrill, LED-Tagfahrlicht und mehr Chrom: Mercedes hat den kompakten GLK aufgefrischt

Seinem kompakten Geländegänger GLK gönnt Mercedes in diesen Tagen eine umfangreiche Modellpflege. Außen geht er jetzt wieder mit der Mode, trägt einen neu gestalteten Kühlergrill, schmückt sich mit LED-Leisten, mehr Chrom und einer geänderten Dachreling. Innen erhält er ein modernisiertes Cockpit mit den Instrumenten aus der M- und den Lüftungsdüsen aus der B-Klasse. Und die Liste der Assistenzsysteme liest sich fast so lang wie bei der S-Klasse. Doch das Motorenprogramm bleibt nahezu unverändert: Es gibt weiterhin vier Dieselaggregate und einen Benziner, die eine Bandbreite von 143 bis 306 PS abdecken.

Neu sind lediglich die 265 statt 231 PS für den GLK 350 CDI sowie das EU6-Abgassiegel für den ebenso knurrigen wie kräftigen GLK 250 BlueTec. Sein 204 PS starker Diesel bekommt jetzt eine spezielle Katalysatortechnik, die das meistverkaufte Modell in der Palette zum Saubermann macht. Beim Fahren merkt man davon nichts. Stattdessen freut man sich an 500 Newtonmeter Drehmoment, die den Wagen in 8,0 Sekunden auf Tempo 100 wuchten, und wundert sich, weshalb der Spaß bei 210 km/h schon wieder vorbei ist.

Aber dafür verspricht Mercedes einen vernünftigen Normverbrauch von 6,1 Liter/100 km. Wer es noch sparsamer mag, der sollte den GLK 200 CDI mit Heckantrieb nehmen, dem auf dem Prüfstand 5,6 Liter genügen. Und wer es schneller mag, der ist mit dem Benziner im GLK 350 am besten bedient. Immerhin schafft der auf der Autobahn Spitzentempo 238 km/h.

+++Neuer Golf - leichter, sicherer, sparsamer+++

+++Welcher Fahrradträger soll es am besten sein?+++

Im Fahrbetrieb erweist sich der GLK als überaus komfortabel. Dazu tragen einerseits die hohe Sitzposition, die eine gute Übersicht garantiert, und das gefühlvoll abgestimmte Fahrwerk bei. Die Elektrolenkung arbeitet sehr direkt und gefühlvoll. Wenn der Allrader - seine Kraftverteilung erfolgt mit 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse - bei zu vehementer Fahrweise in der Kurve aus der Balance gerät, bekommt der Fahrer einen Hinweis, in welcher Richtung er das Lenkrad bewegen soll. In den meisten Fällen reagiert der GLK mit Untersteuern, das heißt, er schiebt über die Vorderräder. Dann bekommt der Fahrer die Anweisung, den Lenkwinkel zu erhöhen. Beim Übersteuern erhält er die Empfehlung zum Gegenlenken.

Besonders gut passt das 7G-Tronic-Automatikgetriebe zum Charakter des Fahrzeugs. Es arbeitet völlig ruckfrei und stellt in allen Fahrsituationen immer die richtige Fahrstufe zur Verfügung. Damit kommt schon fast Limousinen-Charakter im kleinen SUV von Mercedes auf.

Ausgedehnt wurde im Zuge der Modellpflege auch die Liste der elektronischen Helfer. Optional erhältlich sind u. a. Müdigkeitserkennung, ein radargestützter Tempomat, der automatische Ein- und Ausparkassistent, eine 360-Grad-Kamera oder der Totwinkelassistent. Zum Serienumfang gehören ab sofort der aktive Spurhalteassistent und das Bremssystem BAS, das im Notfall die Bremskraft unterstützt.

Zwar hat Mercedes die Preise für den GLK nur um ein paar Hunderter angehoben. Doch mit einem Grundtarif von 36 235 Euro ist er für das Ringen mit BMW X1 und Audi Q3 nicht nur eine Nummer zu groß, sondern vor allem zu teuer. Kein Wunder, dass niemand in Stuttgart mehr einen weiteren Mercedes für die Buckelpiste dementiert: Spätestens in zwei Jahren soll er auf Basis von A- und B-Klasse beweisen, dass in der G-Familie noch mehr geht.

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