Den Siebener weiter aufgerüstet
Das BMW-Flaggschiff erhält ab Juli sparsamere Motoren und eine verbesserte Sicherheitstechnik
BMW rüstet sich zum Schlagabtausch im automobilen Oberhaus: Kurz bevor Mercedes die nächste Generation der S-Klasse enthüllt, frischen die Bayern deshalb schon mal vorsorglich den Siebener auf. Außen ändert sich zur Markteinführung in der zweiten Juli-Hälfte bis auf die serienmäßigen Scheinwerfer mit LED-Technik nicht viel. Doch unter der Haube gibt es dafür eine Reihe neuer oder zumindest optimierter Motoren und innen intelligentere Elektronik, buntere Monitore und schlauere Software.
Bei den Motoren setzt BMW vor allem auf mehr Effizienz: Weil die Achtgang-Automatik samt Start-Stopp-Funktion jetzt für alle Varianten serienmäßig ist, die Nebenaggregate bedarfsgerecht arbeiten, es einen EcoPro-Modus gibt und die Motoren weiter optimiert wurden, geht der Verbrauch um bis zu 25 Prozent zurück. So wird der Basisdiesel mit 5,6 Liter Normverbrauch zum sparsamsten Selbstzünder im Programm, und der kleinste Benziner benötigt nur noch 7,9 Liter.
Trotzdem bleibt die Freude am Fahren nicht auf der Strecke. Im Gegenteil: Die meisten Motoren legen in der Leistung sogar noch einmal zu, Tempo 250 ist für keine Variante ein Problem. Besonders deutlich wird das bei den Dieseln, die alle drei Liter Hubraum und sechs Zylinder haben. Schon der Basisdiesel legt im 730d etwas zu und kommt jetzt auf 258 PS. Im 740d stehen 313 statt 306 PS im Fahrzeugschein und ganz neu ist der 750d mit 381 PS und serienmäßigem Allradantrieb.
Spaß versprechen auch die Benziner - wenngleich der Basismotor im 740i sogar ein wenig an Leistung einbüßt. Er hat nur noch 320 statt 326 PS, erreicht aber vergleichbare Beschleunigungswerte und ist 21 Prozent sparsamer. Der V8-Motor im 750i dagegen legt um zehn Prozent zu und kommt jetzt auf 450 PS. Und wie eh und je gibt es aller Vernunft zum Trotz auch einen 544 PS starken Zwölfzylinder. Viel getan hat sich auch beim Hybridmodell. Mit dem Wechsel auf einen Sechszylinder und eine stärkere E-Maschine sinkt zwar die Systemleistung um fast 100 auf 356 PS, doch geht der Verbrauch um nahezu ein Drittel auf 6,8 Liter zurück. Und zum ersten Mal kann der Siebener ActiveHybrid jetzt tatsächlich ein paar Kilometer nur als Stromer fahren.
Die Modellpflege umfasst aber auch eine große Multimedia-Offensive. Statt konventioneller Instrumente gibt es hinter dem Lenkrad jetzt einen frei konfigurierbaren Bildschirm, das neue Infotainmentsystem bietet 3-D-Grafiken und einen einfacheren Zugang zu den Navigationsoptionen. Und selbst im Fond schweben nun auf Wunsch große Flachbildschirme an den Rücklehnen der Vordersitze. Dazu begleiten elektronische Helfer den Fahrer: Die LED-Scheinwerfer können aufblenden, ohne den Gegenverkehr zu stören, und blinken Fußgänger am Fahrbahnrand an, bevor sie in den Fahrkorridor geraten. Der Tempomat führt selbsttätig durch den Stop-and-go-Verkehr und eine Müdigkeitswarnung für den Fahrer wird jetzt auch eingebaut.










