04.04.12

i8 Spyder

Drei-Liter-Auto mit 354 PS aus dem Hause BMW

Flach, breit, futuristisch: Auf der Motorshow in Peking zeigt BMW den i8 Spyder. Das entsprechende Coupé soll 2014 an den Start gehen.

Von Thomas Geiger
Foto: dpa-tmn/DPA
BMW-Studie i8 Spyder: Offener Elektrosportwagen steht in Peking
Rasen ohne Reue: Die BMW-Sportwagenstudie i8 hat neben einem Dreizylinder-Turbo auch einen Elektromotor

Dagegen ist der Elektro-Roadster Tesla eine ebenso lahme wie langweilige Möhre: Denn wenn BMW in wenigen Wochen auf der Motorshow in Peking den i8 Spyder enthüllt, bekommt die Idee vom offenen Sportwagen mit sauberem Antrieb ein ganz neues Gesicht.

Flach, breit, futuristisch und schonungslos offen, hat das Design der 2011 auf der Frankfurter IAA gezeigten Studie damit so ganz langsam die nötige Reife, die das Auto für den Serienstart Anfang 2014 braucht.

Mehr noch als bei der in drei Farben lackierten und von vielen Luftführungen durchbrochenen Karbonkarosserie erkennt man den Reifeprozess und die Formfindung im Innenraum: Er ist noch immer kahl und clean wie bei den ersten Entwürfen, wirkt jetzt aber sehr viel alltagstauglicher. "Das Bedienkonzept werden wir genau so in die Serie bringen", sagt Chefdesigner Benoit Jacob, als er unter den Flügeltüren hindurch auf die dünnen, mit orangefarbenem Leder bezogenen Sportsitze gleitet und die Hand wie von selbst auf den großen iDrive-Controller auf dem Mitteltunnel fällt. Drumherum gibt es noch ein, zwei Schalter und am Lenkrad die üblichen Hebel - mehr braucht es nicht, um nach Meinung der Münchner elektrisch in die Zukunft zu fahren.

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Während Jacob mit dem deutlich gekürzten und viel besser proportionierten Spyder den Stil verfeinert und schon an neue Varianten für die i-Familie denkt, haben die Techniker seit der IAA am Antriebskonzept nichts mehr geändert. In dem aus Aluminium gefertigten und nur mit einer Handvoll Schrauben mit der Karbonkarosse verbundenen Drive-Modul steckt ein Plug-in-Motor, der Rasen ohne Reue verspricht. Die Vorderachse treibt dabei ein 131 PS starker E-Motor, der mit dem Strom aus einem Lithium-Ionen-Akku rund 30 Kilometer weit kommt.

Wer länger und vor allem schneller fahren möchte, startet automatisch einen Dreizylinder-Turbo mit 223 PS. Der lädt unterwegs nicht nur den Akku, sondern treibt dann auch die Hinterachse an. So kommt der Spyder bei Vollgas auf eine Systemleistung von 354 PS und maximal 550 Newtonmeter Drehmoment. Damit beschleunigt er in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100. An der Tankstelle allerdings ist er genügsamer als der Mini: Weil ihm die ersten 30 Kilometer gutgeschrieben werden und der Strom auch per Windkraft erzeugt werden kann, liegt der Normverbrauch offiziell bei drei Litern.

Damit den beiden Insassen beim bis zu zwei Stunden langen Boxenstopp an der Ladesäule nicht langweilig wird, hat sich Jacob noch einen netten Gag ausgedacht. Dort, wo bei konventionellen Supersportwagen meist offen und gut sichtbar der Motor prangt, sind beim i8 zwei elektrische Kickboards verstaut. Über den Autoakku geladen, sollen sie die Reichweite selbst dort erhöhen, wo für den i8 die Fahrt eigentlich zu Ende ist.

Zwar ist der Antrieb reif für die Produktion, und auch Designer Jacob sieht in der Studie schon 80 Prozent des Serienfahrzeugs. Doch werden dazu wohl weder die Kickboards, noch die Spyder-Karosse zählen. Zwar stünde BMW eine Antwort auf den offenen Audi R8 und den Mercedes SLS Roadster gut zu Gesicht. Aber selbst Jacob hegt keine großen Hoffnungen auf eine schnelle Umsetzung des Open-Air-Modells: "Starten werden wir jedenfalls erst einmal mit dem i8 Coupé als 2+2-Sitzer."

Die Strukturen beim Autozulieferer Bosch
Die Strukturen beim Autozulieferer Bosch
Bosch-Firmengründer Robert Bosch (1861-1942) hat sein Erbe bereits lange vor seinem Tod geregelt.
1921 gründete der Großindustrielle die Vermögensverwaltung Bosch GmbH, die sein Lebenswerk sichern sollte.
Auf diesem Grundstein bauten die Testamentsvollstrecker die heutige Struktur des Unternehmens.
Die Familie übertrug einen Großteil ihrer Firmenanteile auf die Vermögensverwaltung, die ihren Namen 1969 in Robert Bosch Stiftung änderte.
Diese hält 92 Prozent der Robert Bosch GmbH und speist sich aus den Gewinnen des Unternehmens.
Rund sieben Prozent an der Firma liegen bei den Nachfahren von Robert Bosch, ein Prozent bei der Robert Bosch GmbH selbst.
Die Stiftung hat ihre Stimmrechte auf die Robert Bosch Industrietreuhand KG übertragen.
Diese hält zwar nur 0,01 Prozent der Anteile am Unternehmen, aber 93 Prozent der Stimmrechte.
Das Gremium ist das Machtzentrum des Konzerns, in dem alle wichtigen Entscheidungen fallen.
Die Geschäfte des Autozulieferers und Technologiekonzerns führt derzeit ein Team um Bosch-Chef Franz Fehrenbach.
Kontrolliert wird die Geschäftsführung vom Aufsichtsrat mit Hermann Scholl an der Spitze. (dpa)
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