Bericht
Elektroautos sind schlechter als ihr Ruf
Laut einem Gutachten, das dem Umweltministerium vorliegt, belastet der Ausbau der Elektromobilität das Klima stärker, als bisher angenommen.
Viele Autobauer setzen auf Elektroautos. Im Bild ein Fiat 50 in der Elektroausführung
Foto: Christiane Tauer
Berlin. Seit einigen jahren werden sie als die grüne Alternative zum konventionellen Verbrennungsmotor gefeiert. Doch Elektroautos sind längst nicht so gut für die Umwelt wie ihr Ruf und tragen einem Zeitungsbericht zufolge weniger stark zum Klimaschutz bei als bislang angenommen.
Der Ausbau der Elektromobilität führe sogar zu einer größeren Klimabelastung, berichtet die „taz“ (Montag) unter Berufung auf ein Gutachten des Öko-Instituts für das Bundesumweltministerium. Ein Ausbau der Flotte von Elektroautos auf eine Million Fahrzeuge bis zum Jahr 2022 führe zwar zu einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich von 6 Prozent. Mit effizienteren Benzinmotoren ließen sich aber 25 Prozent einsparen.
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Den Grund für diese Klimabilanz sieht das Öko-Institut dem Bericht zufolge in den Strommengen, die durch Elektroautos verbraucht werden. Die Klimabilanz wäre nur dann ausgewogen, wenn dafür zusätzliche Mengen erneuerbarer Energie in den Strommarkt eingeführt würden. Kommt es dazu aber nicht, dann würden die vorgeblich so grünen Fahrzeuge den vorhandenen Öko-Anteil am Strom belasten. Das Gutachten gehe davon aus, dass das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahre 2020 eine Million Pkws mit elektrischer Energie angetrieben werden, nicht erreicht wird. Dies sei erst für das Jahr 2022 zu erwarten.




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