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Ratgeber

Luxus in Vollendung

High.End: Bei diesen Möbeln stimmt einfach alles. Doch so viel erlesene Qualität hat ihren Preis.

Lounge heißt der Traum aus dem optisch wirkungsvollen Hularo-Geflecht mit naturweißen Auflagen und Kissen, das der Designer Bobby Dekeyser (für Dedon) als ultimatives Gartenmöbel konzipiert hat: eine variable Sitz-Oase für geistvolle Gespräche. Das Objekt der Begierde ist seit kurzer Zeit in Volker Hartmanns Einrichtungs-Studio Scala Wohnen zu besichtigen. "Es ist für mich das schönste Sofa der Welt - ein absolutes High-End-Möbel", so Hartmann. High-End - anders gesagt "besser (höher) geht es nicht" - ist auch der Preis: Satte 2840 Euro kostet allein der Zweisitzer. "Eigentlich viel zu schade für den Garten. Viele Kunden kaufen sich das gute Stück lieber für ihr Wohnzimmer."

High-End: Bei Möbeln dieser allerhöchsten Qualitätsklasse fließen viele Faktoren zusammen. Klassisches oder anspruchsvolles avantgardistisches Design, hochwertige Materialien, perfekte Verarbeitung und nicht zuletzt das entsprechende Preissegment geben Tischen, Sofas, Sesseln oder Lampen jene Aura erhabener Einzigartigkeit, die sie nicht nur zu prestigeträchtigen Luxussymbolen machen, sondern auch zu Erkennungszeichen stilsicherer, perfektionshungriger Ästheten.

Auf der Suche nach Beispielen gibt es fast immer ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Bei den Sitzmöbeln gehören Klassiker wie die Sofas oder Sessel von Le Corbusier oder Chesterfield ebenso auf den Olymp göttlicher Möbelschöpfungen wie die edlen Clubmöbel des Designers John Hutton (für Bench), die Virginia-Serie von Giorgetti mit gebogener Rückenfront aus hochwertig verarbeitetem Wiener Korbgeflecht, Möbel von Hughues Chevalier (z. B. das Pullman-Modell) oder die modernen Liegewiesen von Philippe Starck (für Cassina). Innovativstes Objekt dürfte Starcks Musik-Sofa m.i.s.s + mister sein, dessen technische Einbauten das Wohnzimmer wahlweise in einen Kino- oder Konzertsaal verwandeln.

"Viele Entwürfe sind Möbel fürs Leben, die wegen ihres zeitlosen Designs in Verbindung mit höchster handwerklicher Qualität auch in den nachfolgenden Generationen noch geschätzt werden", so Anke Kähler, Einrichtungsberaterin von Bornhold. "Ein solches Investment spart Geld, weil sich ein so hochwertiges Möbel nicht verschleißt", sagt Einrichtungsberaterin Sabine Seipp von Gärtner Internationale Möbel.

Auch in den anderen Möbelkategorien führen die High-End-Vertreter ein solitäres Dasein im Bewusstsein ihrer anspruchsvollen Klientel. Moderner Klassiker bei den Regalen ist das Modell Roll Book von Piero Lissoni (für Porro), die Schrankmöbel von Olo Chi wing Lo (für Giorgetti) oder der achtbeinige Tisch La Basilica von Mario Bellini (für Cassina). Lampen von Venetia Studium oder Flos, John Hutton oder Universalgenie Philippe Starck bestechen mit edlem und zeitlosem Design und Materialien von höchster Güte und Verarbeitung.

Die Preise entsprechen der Qualität und variieren mit der Wahl des Materials. So kostet das Sitzmöbelensemble Togo von Ligne Roset rund 6367 Euro mit Stoffbezug, als Leder-Variante steigt der Preis auf rund 10 000 Euro. Auf den gleichen Preis kommt das Stereo-Sofa von Philipp Stark in Leder, mit Stoff kommt es rund ein Drittel günstiger. Der höhenverstellbare Adler-Tisch von Draenert kostet je nach Steinausführung zwischen 4500 und fast 12 500 Euro. Der Clou: Der Kunde wählt den Stein, jeder Tisch wird damit zum Unikat.

Auch bei der Wahl von Lampenschirmen oder -füßen bestimmt das Material den Preis. Seipp: "Einige lassen sich den Lampenfuß komplett vergolden." High End eben.

 

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