10.09.12Lebensmittelkontrolle
NDR: Supermärkte verkaufen teilweise schlechte Ware
Das Verbrauchermagazin "Markt" machte nur eine Stichprobe in sechs Supermärkten und fand in der Hälfte der Proben eine Belastung mit Keimen.
Von abendblatt.de
Foto: dapd/DAPD
Das NDR-Verbauchermagazin "Markt" untersuchte Hackfleisch in sechs Supermärkten - die Hälfte davon war mit Keimen und Bakterin belastet
Hamburg. Obacht beim Hackfleischkauf: An der Frischetheke in norddeutschen Supermärkten sollten Verbraucher vorsichtig sein. Schon bei nur einer Stichprobe des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" in sechs Supermärkten stellte sich die Hälfte des Hackfleisches als mit Keimen und anderen Krankheitserregern belastet heraus.
In einer Hackfleischprobe von Toom haben die Mikrobiologen eines akkreditierten Labors sogar Salmonellen gefunden, berichtet "Markt" am Montag, 10. September, um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen. Salmonellen sind gefährliche Bakterien, die beim Menschen zu schweren Durchfallerkrankungen führen können. Sie können auch in die Blutbahn gelangen und in Einzelfällen eine Blutvergiftung auslösen. Auf Anfrage von "Markt" wiegelt Toom ab: "Auch wenn der Nachweis von Salmonellen seit Jahren zurückgeht, kann auch bereits angelieferte Rohware Salmonella enthalten. Dies ist auf Marktebene nicht mehr zu überprüfen", schreibt das Unternehmen.
+++Foodwatch: Netto bietet gestrecktes Hackfleisch an+++
Bei zwei Proben lag die Gesamtkeimzahl im Hackfleisch weit über dem Richtwert. Die Deutsche Gesellschaft für Mikrobiologie und Hygiene gibt für die Gesamtkeimzahl einen Richtwert von bis zu 5 Millionen koloniebildenden Einheiten an. Die Probe von Rewe enthielt aber 43,6 Millionen, die von Sky lag sogar fast um das Zehnfache über dem Richtwert.
Auf Anfrage von "Markt" antwortet REWE, es würden weitere Untersuchungen der Hackfleischprodukte sowie eine mikrobiologische Hygienekontrolle veranlasst. Sky schreibt, dass es sich um einen bedauerlichen Ausreißer handele, die Prozesse würden aber auf allen Ebenen überprüft.
Experten raten, Hackfleisch aus der Frischetheke immer am Tag des Kaufes zu verbrauchen. Wichtig ist es außerdem, das Fleisch gut durchzubraten. Bei einer Temperatur von über 70 Grad Celsius werden Keime und Bakterien in aller Regel abgetötet.
1. Holzkohlegrills nie mit Spiritus anzünden (Stichflamme!), nehmen Sie besser Grillanzünder. Zum Befeuern auch kein Altholz oder Altpapier nehmen – dadurch werden Fleisch und Wurst mit giftigen Gasen eingenebelt. Lassen Sie Kohle oder Kohlebriketts nach dem Anzünden etwa eine Stunde durchglühen. Legen Sie erst los, wenn die hellrote Glut mit einer grauweißen Ascheschicht bedeckt ist.
2. Beim Grillen über offener Glut den Rost mit Alu-Folie abdecken oder Alu-Grillschalen verwenden (beides vorher dünn mit Öl bepinseln). So verhindern Sie, dass Fett in die Glut tropft und Schadstoffe wie das krebserregende Benzpyren sich auf dem Grillgut niederschlagen. Bei Elektro- und Gasgrills oder Holzkohlegrills, die eine Feuerstelle an der Seite haben, besteht diese Gefahr nicht.
3. Wenn Fleisch auf den Rost soll: Egal ob Sie Schwein, Rind, Lamm oder Geflügel nehmen – wählen Sie möglichst magere Stücke wie Schnitzel, Kotelett, Filet oder Steak. Damit das Fleisch schön saftig bleibt, kann man es vorher einige Stunden mit Öl, Kräutern und Gewürzen marinieren. Marinade vor dem Grillen abtupfen.
4. Optimal für die Marinade sind diese Kräuter: Rosmarin, Salbei, Thymian und Knoblauch. Sie enthalten Antioxidantien, die die Bildung gesundheitsschädlicher Stoffe in Fleisch oder Fisch bei den hohen Grilltemperaturen bremsen. Ab 220 Grad Hitze entstehen im tierischen Eiweiß normalerweise sogenannte HAA - die Kräuter können den Gehalt um ein Viertel senken.
5. Fleisch und besonders Geflügel und Hackfleisch bis zur Zubereitung gut kühlen, nicht in der Sonne stehen lassen. Bei Wärme können sich Salmonellen im Fleisch explosionsartig vermehren – der Genuss hat verheerende Folgen! Geflügel und Hack sollten Sie vor dem Essen deshalb auch immer gut durchgaren.
6. Finger weg von Kasseler, Schinkenspeck, Fleischwurst und Bockwürsten! Alles, was gepökelt ist, gehört nicht auf den Grill.Denn durch die starke Grillhitze können krebserregende Nitrosamine entstehen, die Sie sich auf keinen Fall schmecken lassen sollten.
7. Gesunde Alternative zu Fleisch ist Fisch vom Grill: Besonders lecker sind Makrele, Lachs, Forelle oder Steinbuttl. Oder probieren Sie gegrilltes Gemüse. Riesenchampignons, Zucchini, Zwiebeln, Paprika, Auberginen vorher in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft oder Balsamico-Essig, Kräutern und Knoblauch einige Stunden einlegen. Fenchel pur grillen, anschließend mit Parmesan bestreuen. Maiskolben vor dem Grillen kochen.
8. Achten Sie beim Grillen darauf, dass nichts verbrennt. Der Rost sollte nicht zu tief über der Glut hängen. Alles, was doch mal schwarz wird, abschneiden und wegwerfen – solche Teile sind ungenießbar.
9. Zum Wenden am besten eine Grillzange nehmen. Wenn Sie die Fleischstücke mit Gabeln oder Messern aufspießen, läuft der Saft aus – das macht sie trocken und zäh.
10. Achten Sie auf leichte Beilagen. Also statt Kartoffel- oder Nudelsalat mit Mayonnaise lieber grünen Salat mit Joghurtdressing oder eine Backkartoffel wählen. Statt Knoblauchsauce ( rund 100 Kalorien pro Portion) lieber Ketchup oder Chili-Sauce (nur 30 Kalorien pro Portion) nehmen. Wenn Sie Knoblauchbutter lieben: Selber machen mit kalorienreduzierte Diät-Butter.