10.09.12

Zigaretten

EU-Kommission soll strenge Regeln für Tabakindustrie planen

Warnhinweise sollen künftig drei Viertel der Packungen einnehmen, die Zigaretten verschiedener Marken sich noch mehr ähneln als bisher.

Foto: picture alliance / dpa/dpa
Rauchen
So sehen die Warnhinweise für Deutschland bisher aus. Laut Bericht von "Die Welt" sollen die Regeln für die Tabakindustrie bald vershcärft werden

Berlin. Der Kampf gegen die Tabaksucht der Europäer geht in eine neue Runde: Die EU-Kommission plant nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" strenge Regeln für die Tabakindustrie. Wie aus einem internen Arbeitspapier der Behörde hervorgeht, das der Zeitung vorliegt, will Gesundheitskommissar John Dalli Zigarettenmarken weitgehend ununterscheidbar für den Konsumenten machen. Deswegen will der Kommissar aus Malta etwa einheitlich große Packungen. Auch die "Konstruktion der Packung" soll reguliert werden, so dass Warnhinweise nicht etwa weggeklappt werden können.

Auch Zigaretten verschiedener Marken selbst sollen sich künftig noch mehr ähneln, wie das vertrauliche Dokument belegt. Es plädiert für die Festschreibung einer zylindrischen Form und eines "typischen Durchmessers" sowie von "Papier in weißer Farbe" als verpflichtende Merkmale. Das könnte extra dünne Zigaretten künftig ebenso verbieten wie die in Kork-Optik gehaltenen Filterummantelungen heutiger Machart.

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Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sollen künftig nicht mehr 30 Prozent der Packung einnehmen, sondern drei Viertel der Schachtel bedecken. Die Kommission sieht die Beschränkungen als Vorstufe: Fünf Jahre nach Inkrafttreten der nun geplanten Richtlinie will sie weitere Vorschläge "in Richtung eines vollen Plain Packaging" vorlegen, also ein Verbot von Logos, Bildern und eigener Schriftzüge. In den kommenden Tagen soll Dallis Entwurf den anderen EU-Kommissaren zur Stellungnahme zugeleitet werden.

Mit Material von epd

Zehn Durchhalte-Tipps für angehende Nichtraucher
Ganz entscheidend für den Erfolg ist Ihre Motivation: Wie sicher sind Sie, dass Sie aufhören wollen? Ohne festen Willen geht es nicht. Auf www.rauchfrei.de finden Sie einen Selbsttest, der zeigt, wie stark Ihre Absicht wirklich ist.
Mit der Schlusspunkt-Methode haben Sie die besten Chancen, von den Kippen loszukommen. Klingt einfach, ist aber eine echte Herausforderung an Willenskraft: Sie hören von einem Tag auf den anderen auf. Den Konsum langsam reduzieren funktioniert leider nicht. Denn Nikotin macht süchtig, und jede Kippe feuert die Sucht aufs Neue an.
Suchen Sie sich Gleichgesinnte, die auch nicht mehr rauchen wollen. In der Gruppe können Sie sich gegenseitig unterstützen. Ebenfalls zur Begleitung zu empfehlen sind Entwöhnungsprogramme, die viele Hausärzte anbieten, Nichtraucherkurse (bei der Krankenkasse nachfragen) oder Online-Chats (z.B. www.ohnerauchen.de ).
Bereiten Sie sich auf den ersten Tag ohne Zigarette gut vor: Überlegen Sie genau, in welchen Situationen Sie gerne aus Gewohnheit rauchen und was Sie stattdessen machen können. Statt Zigarette nach dem Essen z.B. Zähne putzen, Pfefferminz lutschen, gleich den Tisch abräumen und einen Verdauungsgang um den Block machen.
Stellen Sie Ihre Ernährung um. Am besten noch bevor Sie aufhören, sollten Sie auf fettarme Kost achten und viel Obst und Gemüse essen. Und machen Sie Sport. So vermeiden Sie, dass Sie ohne Zigaretten zunehmen.
Hilfreich für die ersten Tage sind Nikotin-Kaugummis. Dann ist das Verlangen nach dem Suchtstoff am größten. Auch Akupunktur kann den Entzug unterstützen.
Belohnen Sie sich anfangs jeden Tag fürs Durchhalten. Sie sparen bares Geld durch Ihren Entschluss und können dafür CDs, Bücher oder Kinokarten kaufen.
Machen Sie einen Bogen um Süßigkeiten – greifen Sie lieber zu Obst. Viele frischgebackene Nichtraucher haben in der ersten Zeit oft Süßhunger.
Seien Sie kritisch mit Methoden, die müheloses Aufhören versprechen. Meist kosten sie viel und bringen nichts. Ohne Ihr Zutun ist der Rückfall programmiert.
Ein interaktives Ausstiegsprogramm und Info-Broschüren zum Download für Ausstiegswillige bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf www.rauchfrei-info.de . Unter www.anbieter-raucherberatung.de , einem Internetangebot der Bundeszentrale in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum können Sie nach seriösen Anbietern von Nichtraucherkursen in Ihrer Nähe suchen und bekommen Infos zu bewährten Rauchstopp-Methoden.
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