23.08.12

Studie zum Kaufverhalten

Für diese Produkte greifen Hamburger tief in die Tasche

Studie zeigt: Norddeutsche kaufen anders als Süddeutsche. Bayern tummeln sich am liebsten im Baumarkt. Hamburger setzen andere Prioritäten.

Foto: dpa/DPA
Statistisches Bundesamt legt Zahlen vor
Zwei Menschen tragen in München zahlreiche Einkaufstüten durch ein Geschäft

Bruchsal/Hamburg. Verbrauchern in Deutschland stehen in diesem Jahr pro Kopf durchschnittlich 5413 Euro zur Verfügung, um Nahrung, Genussmittel, Kleidung und sonstige Konsumgüter zu kaufen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der GfK GeoMarketing in Bruchsal zur regionalen Sortimentskaufkraft hervor. Besonders interessant: Hamburger geben überdurchschnittlich viel Geld für Gesundheits- und Pflegeprodukte aus.

Bundesweit geben die Deutschen im Durchschnitt acht Prozent von den zur Verfügung stehenden 5413 Euro für Gesundheit, Pflege und Reinigung aus, also 427 Euro. Hamburg liegt mit 501 Euro pro Einwohner um 17 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Die Bayern hingegen frönen ihrer Kauflust am liebsten im Baumarkt. Bei Ausgaben für das dortige Sortiment führen die Bayern die Liste mit 634 Euro an, der Durchschnitt liegt bei 586 Euro.

Ganz weit vorne im bundesweiten Vergleich liegt Hamburg auch bei den Ausgaben für Bücher, Bekleidung, Fisch und Obst. Die Berliner geben mehr als der Durchschnitt für Zeitungen und Zeitschriften aus.

Die Kaufkraftprognosen für das laufende Jahr berücksichtigten das Kaufverhalten der Vergangenheit, erklärte GfK-GeoMarketing-Sprecherin Cornelia Lichtner.

Mit Material von dapd

Konsumklimaindex bildet die Verbraucherstimmung ab
Konsumklimaindex bildet die Verbraucherstimmung ab
Allmonatlich befragt das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK rund 2000 Konsumenten in Deutschland, um die aktuelle Verbraucherstimmung zu ermitteln.
Im Mittelpunkt der Studie stehen die Konjunktur- und Einkommenserwartungen sowie die Anschaffungsneigung. Allerdings fließen die Konjunkturerwartungen nicht direkt in den sogenannten Konsumklimaindex ein, der die Entwicklung des privaten Verbrauchs darstellen soll.
Der Grund: Sie sind in der Regel stark von aktuellen Entwicklungen und deren Darstellung in den Medien dominiert und entsprechend oft verzerrt.
Stattdessen fließen die Konjunkturerwartungen indirekt über die persönlichen Einkommensaussichten in den Indikator ein, dessen wesentliche Komponenten darüber hinaus die Anschaffungs- und die Sparneigung sind.
Den Befragten werden drei zentrale Fragen gestellt: "Was glauben Sie – wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?"
Als Antworten sind "sich verbessern", "gleich bleiben" und "verschlechtern" möglich.
Die gleiche Auswahl gibt es bei der Frage nach den Einkommenserwartungen: "Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?"
Der Konsum- und Anschaffungsneigung liegt die Frage zugrunde: "Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen?" (günstig – weder noch – ungünstig).
Die Konsumklimastudie wird – teils von anderen Unternehmen – im Auftrag der EU-Kommission in sämtlichen EU-Staaten durchgeführt. (dpa)
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