Dioxin-Skandal
Erneut Dioxin-Eier in den Handel gekommen
Verbraucherschützer endeckten die belasteten Eier auf Hof in Ostfriesland, der zuvor schon aufgefallen war. Eier würden nun zurückgerufen.
Aurich. Nach der Entdeckung von belasteten Eiern auf einem Hof in Ostfriesland haben sich dort die Probleme mit PCB und Dioxin ausgeweitet. Wie der Landkreis Aurich am Mittwoch mitteilte, sind nicht nur Eier aus der Freilandhaltung betroffen, sondern auch die aus der Bodenhaltung des Betriebs. Die Grenzwerte für Dioxin und das dioxinähnliche PCB seien deutlich überschritten, wie Proben des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ergeben hätten, hieß es. Die Eier mit der Codierung 2-DE 0357411 seien nur regional vertrieben worden. Sie würden nun zurückgerufen. Beim Verzehr bestehe aber keine unmittelbare Gesundheitsgefahr, bestätigte der Sprecher des Kreises Aurich.
Anfang August war die Freilandhaltung in dem Betrieb gesperrt worden, nachdem Dioxin in Eiern entdeckt worden war. Woher das Gift stammt, ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums vom Mittwoch noch unklar. Mit den neuen Untersuchungsergebnissen wurde die Sperrung nun auch auf die Bodenhaltung ausgeweitet. "Der Hof ist komplett gesperrt", sagte der Sprecher des Kreises Aurich.
+++ Dioxin und PCB: Wieder belastete Eier im Handel entdeckt +++
In den vergangenen Monaten waren belastete Eier bereits auf drei Höfen im Kreis Aurich, einem Hof in Oldenburg sowie einem im Emsland festgestellt worden. Auch in Ostwestfalen gab es auf einem Hof Probleme. Anders als bei dem Skandal um Dioxin in Futtermitteln vor eineinhalb Jahren war mit der Nahrung der Tiere in diesen Fällen alles in Ordnung. Als Ursache wurde in mehreren Fällen der Bodenbelag und in einem Fall auch eine Styroporplatte ausgemacht, an der Hühner herumgepickt hatten. (dpa)













