Der Profi-Tipp
Erleuchtung unter Deck
Unlängst stand ich wieder einmal vor der Herausforderung, auf einer Regattayacht mehr Licht ins Dunkle unter Deck zu bringen. Natürlich hätte ich einfach einen Satz neuer Leuchten installieren können, doch das ist mit dem im Regattasport besonders unbeliebten Verlegen von Kabeln verbunden.
Es geht auch anders: Man kann auf LED-Lichter umsteigen, die einfach mit Klettstreifen (Velcro) fixiert werden können. Ich entdeckte bei meiner Recherche die Osram Dot-it im Baumarkt, die als wasserdichte Einheit im Batteriebetrieb eine unglaublich helle Lichtquelle darstellt. Da LED wenig Energie verbrauchen, gibt es Licht für lange Zeit. Man kann diese Lampen auch mit Akkus ausrüsten, die mit einem 12-Volt-Ladegerät aus dem Kfz-Bedarf an Bord wieder aufladbar sind.
Diese Lichtlösung ist perfekt für kleine Boote oder auch Wanderjollen. Es stimmt natürlich, dass die klassische Petroleumlampe romantischeres Licht erzeugt, doch ich persönlich stehe auf Lichtlösungen mit Mehrwert.
Die mit Velcro zu befestigenden Lampen sind ideal. Aber auch kleine, lichtintensive Fahrradlampen empfehlen sich für den Einsatz an Bord. Auch sie können mit Velcro oder den mitgelieferten Befestigungen im Handumdrehen installiert werden. Fahrradrücklichter eignen sich für die Rotlichtbeleuchtung bei Nacht, um die Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen, bevor es wieder zum Einsatz an Deck geht.
Insgesamt ist die Auswahl an LED-Lichtquellen sehr groß. Mir ist noch eine wiederaufladbare Handlampe von Brennenstuhl aufgefallen. Die ist vielleicht nicht hundertprozentig wasserdicht, dafür aber mit 28 Dioden besonders hell. Auch Stirnlampen aus dem Outdoor-Laden arbeiten mit LED.
Beim Nachtsegeln können sie helfen, Manöver sicherer und ohne Sichteinschränkung durchzuführen. Allerdings kann eine helle Stirnlampe auch Mitsegler blenden. Vor allem, wenn man angesprochen wird und seinen Kopf dem Gegenüber höflich zuwendet.










