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Ratgeber

Fest- oder Tagesgeld?

Legen Sie Ihr Geld clever an

Welche Form bei der kurz- und mittelfristigen Geldanlage wichtig ist, hängt von der Einschätzung künftigen Zinsentwicklung ab. Worauf Sie achten sollten.

Die Deutschen lieben es sicher - vor allem, wenn’s ums Geld geht. Laut aktuellem TNS Infratest-Index schätzen 65 Prozent der Privatanleger bei der kurz- und mittelfristigen Geldanlage das sichere Tages- oder Festgeldkonto. Denn dort ist das Vermögen mindestens durch die europäische Einlagensicherung geschützt.

Die ohnehin schon niedrigen Zinsen sind bei beiden Anlageformen in den letzten Wochen noch einmal deutlich gesunken - auf Jahrestief: Für Zwölf-Monats-Festgeld zahlen die Banken laut Biallo-Index derzeit im Mittel gerade mal 1,10 Prozent, beim Tagesgeld sind es 1,24 Prozent. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte einer Zahl von um die 100 Anbietern. Gute Offerten werfen zumindest doppelt so hohe Verszinsungen aus.

Ein Festgeldkonto macht für alle Sinn, die in nächster Zeit ein stagnierendes oder sogar weiter sinkendes Zinsniveau erwarten. Zwei Drittel der privaten Investoren halten die Krise noch nicht für überwunden - ein Dauerzinstief könnte die Folge sein. Festgeld-Anleger sind da auf der sicheren Seite, denn der aktuelle Zinssatz ist bis zum Sparende garantiert - selbst wenn die Zinsen fallen.

Zieht die Wirtschaft allerdings deutlich an, könnten wegen steigender Inflationserwartungen auch die Zinsen Auftrieb bekommen. Grund zur Hoffnung besteht: So erwartet das Ifo-Institut für 2010 ein Wachstum von 1,7 Prozent. Und 46 Prozent der Privatanleger gehen davon aus, dass der deutsche Aktienindex in den nächsten sechs Monaten weiter steigt. In dieser Situation stehen Anleger mit einem Tagesgeldkonto, bei dem die Zinsen regelmäßig angepasst werden, besser da. Überhaupt ist Flexibilität das große Plus von Tagesgeldkonten: „Wer sein Kapital kurzfristig in andere Anlagen umschichten will oder für Ausgaben braucht, kommt jederzeit ohne Kündungsfristen und Extragebühren ran“, sagt Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen.

Weitere Informationen finden Sie beim Abendblatt-Vergleichsrechner.
(Quelle: biallo.de)

 

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