Greenpeace-Test
Immer weniger Pestizide in Weintrauben
Die gute Nachricht: Tafeltrauben sind weniger pestizidbelastet als in den Vorjahren, hat ein aktueller Test von Greenpeace ergeben.
Süß und saftig - aber leider nicht immer gesund: Tafeltrauben können erheblich mit Pestiziden belastet sein.
Foto: picture-alliance / dpa/dpa
Hamburg. Allerdings war immerhin noch 20 Prozent der Testware aus Supermärkten laut Greenpeace nach wie vor „nicht empfehlenswert". Die Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisation untersucht seit 2003 alljährlich Tafeltrauben auf Pestizide. Beim diesjährigen Test hat zum ersten Mal keine der insgesamt 34 untersuchten Trauben-Proben Spritzgifte in gesundheitsgefährdender Menge enthalten, 2003 waren es noch 14 Proben. Völlig ohne Pestizidrückstände waren aber auch in diesem Jahr nur zwei Proben.
Besorgniserregend sei aber weiterhin die Mehrfachbelastung mit Pestizidrückständen. Wie eine Kombination verschiedener Gifte auf den Menschen wirkt, ist unerforscht und gilt als toxikologisch bedenklich. Greenpeace fordert daher gesetzliche Grenzwerte für Mehrfachbelastungen. „Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintrauben-Probe zu finden sind“, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.
Für die Untersuchung hatten Greenpeace-Mitarbeiter Anfang Oktober in sechs Großstädten Tafeltrauben in Filialen führender Supermarktketten gekauft und von einem unabhängigen Labor auf mehr als 300 Pestizide untersuchen lassen. Von den 34 Proben stammten vier aus biologischem Anbau.
Praxis-Tipp: Trauben vor dem Verzehr immer sehr gründlich unter fließendem kalten Wasser waschen. Laut Untersuchungen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen werden die Spritzmittelrückstände so zu 50 Prozent entfernt. Warmes Wasser bringt keinen Zusatzeffekt, da die Giftstoffe auch unter der Schale sitzen.






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