Kommentar: Sarkozys Staatsbesuch in London
Zwei Männer und ihr Image-Problem
Nicolas Sarkozy und Gordon Brown - zwei Männer wollen ihr Image aufpolieren. Der Franzose möchte die Verluste bei den Kommunalwahlen vergessen machen und sich als seriöser Staatsmann geben. Und der doch eher ernsthaft-trockene Brite hofft, dass ein bisschen Glanz des Gastes aus Paris auf ihn abstrahlt. Von daher geht es beim Staatsbesuch Sarkozys auf der anderen Seite des Kanals darum, dass zwei Männer sich in Szene setzen.
Und zwar gegen eine Frau auf dem Kontinent - Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Chefin spielt bisher unangefochten die Hauptrolle im Ensemble der EU-Staats- und Regierungschefs. Zum einen ist Deutschland das größte Mitgliedsland, zum anderen hat Merkel sich 2007 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft profiliert.
Die Führung will Sarkozy ihr streitig machen. Und dafür braucht der Mann aus Paris den Verbündeten aus London. Ob Brown sich einspannen lässt oder doch letztlich wieder den britischen Sonderweg in Europa einschlägt, bleibt allerdings abzuwarten.












