Saudischer König Abdullah besucht zum ersten Mal den Vatikan
Im Vatikan steht am Dienstag ein heikles Treffen auf dem Programm: Papst Benedikt XVI. empfängt König Abdullah von Saudi-Arabien. Es handelt sich um das erste Treffen eines saudischen Königs mit einem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Im September hatte Benedikt bereits den saudischen Außenminister Prinz Saud al-Faisal empfangen. Das Verhältnis mit dem Vatikan ist wegen der religiösen Intoleranz in dem islamischen Königreich schon länger gespannt. Bis heute gibt es keine diplomatischen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und dem Heiligen Stuhl. Dem Vatikan ist es ein Dorn im Auge, dass etwa der Bau von Kirchen, Gottesdienste und der Import von Bibeln oder Büchern über das Christentum in Saudi-Arabien nicht erlaubt sind. Einheimische Christen gibt es in Saudi-Arabien nicht. Gelegentlich kommt es vor, dass ausländische Christen, besonders Arbeiter aus ärmeren Ländern Südostasiens festgenommen werden, wenn sie beim gemeinschaftlichen Gebet "ertappt" werden.
Menschenrechtsorganisationen und auch die US- Regierung prangern seit Jahren die Diskriminierung aller Nicht-Muslime in dem Land an. In Saudi-Arabien ist der Wahabismus, eine puritanisch-konservative Auslegung des Islam, Staatsreligion.




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